Masseneinwanderung: Offener Brief an Herrn Blocher

Sehr geehrter Herr Blocher,

ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie sich als einer der wenigen Politiker für das Wohl der Schweizer Bevölkerung immer eingesetzt haben. Ihre offenen und ehrlichen Argumente habe ich stets sehr geschätzt und ich finde Sie als einen der besten Politiker in Bundesbern.

Die massenhafte und unkontrollierte Einwanderung in die Schweiz macht mir aber sehr grosse Sorgen. Ich bin 84 jährig und habe damals in der Primarschule ca. 1940 gelernt, dass die Schweiz eine Bevölkerung von ca. 4,5 Mio. habe. Heute sind es nach etwas über 70 Jahren über 8 Mio. Also knapp eine Verdoppelung der Bevölkerung! Damals war Krieg und das Land war nicht in der Lage mit dem zur Verfügung stehenden Kulturland die Bevölkerung zu ernähren. Heute sind es doppelt so viele Menschen. Das Kulturland ist viel kleiner. Wenn die Entwicklung so weiter geht, müsste man in weiteren 70 Jahren mit einer Bevölkerung mit 16 Mio. rechnen. Vom Bodensee bis zum Genfersee ist dann ziemlich alles überbaut für Wohnraum, öffentlicher Verkehr etc. auf Kosten des äusserst knappen Kulturlandes. Und wie sieht es dann z.B. in 100 Jahren aus? Wir machen für unsere nachfolgenden Generationen alles kaputt wenn die Masseneinwanderung unkontrolliert weiterläuft.

Unsere "gescheiten" Politiker in Bern denken nicht an die Zukunft und an die zukünftigen Generationen. Sie denken nur gegenwärtig und präsentieren immer wieder die gleichen Sprüche wie Wirtschaft, Arbeitskräfte für Spitäler, Fachkräfte usw. Diesen Leuten spielt es keine Rolle wenn die Schweiz durch unbegrenztes Wachstum immensen Schaden erleidet und schlagen für die Lösung des Problems den Bau von Wolkenkratzern vor. Ich finde diese Schwätzer rücksichtslos und verantwortungslos. Die Wirtschaft hat sicher nicht alleroberste Priorität!

Die Schweiz lässt sich nicht mit anderen Ländern vergleichen. Es sind keine Reserven vorhanden und das Land ist m. E. jetzt schon bereits überbevölkert. Andere Länder, auch sehr grosse, haben immer eine Kontingentierung gehabt. Wir müssen unserem Lande sehr Sorge tragen bevor es zu spät ist. Die EU muss das anerkennen. Ein Land das sich mangels Kulturland nicht selbst in Notzeiten ernähren kann ist m.E. übervölkert und ist abhängig.
Die Schweiz leistet immer wieder viel für die EU. Sie hat z.B. den längsten Bahntunnel der Welt allein für die EU gebaut. Das macht kein anderes EU-Land.

Herr Blocher, ich wünsche Ihnen viel Glück in Ihren Bestrebungen das Wohl und die Zukunft der Bevölkerung zu fördern.

Ein gutes neues Jahr wünscht Ihnen,
Robert Kägi, Knonau

2 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Europa»

zurück zum Seitenanfang