Besseres Familienleben für die Zukunft; Spannung Beruf/Familie

Zuerst einmal zur Familie, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht. Früher und in vielen Fällen auch heute noch besteht das Modell: Vater arbeitet 100%, Mutter ist für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig. Das hat mehrheitlich funktioniert. Da es auch mal vorkommen kann, dass in Folge besserer Ausbildung die Mutter auf dem Arbeitsmarkt mehr verdient als der Vater, kann es ja auch sein, dass der Vater den Haushalt und Kindererziehung übernimmt und die Mutter arbeiten geht. Auch das soll möglich sein.

Oder eine noch bessere Lösung wäre: Der Vater arbeitet 50% und übernimmt zu 50% den Haushalt und die Mutter ebenso. Darum macht Teilzeitarbeit durchaus Sinn!

Ob aber Frauen mittels Quotenregelung auf Teufel komm raus in der Arbeitswelt gehalten werden sollen, ist nicht unbedingt erforderlich, da Kindererziehung ebenfalls eine sehr wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft ist und von dieser auch besser anerkannt werden soll.

Allerdings besteht unsere Gesellschaft ja bekanntlich nicht nur aus Kaderleuten. Die Allerwenigsten sind es! Da leben meine Stadtratskandidaten-Kontrahenten also schon in einem „Glaspalast“. In jeder Gesellschaft gibt es eine breite Schicht von Arbeitern und Angestellten; und nur Wenige leben im Privileg, in einer Kaderposition tätig zu sein.

Da wir in Folge eines neoliberalen und globalistischen Systems (das man durchaus ändern könnte!) eine immer grössere Schere zwischen sehr hohen Einkommen und de facto Working Poors haben, gibt es leider auch Situationen, wo beide Elternteile 100% arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Dort bleibt dann keine Zeit mehr für die Kinder und dies mit den sattsam bekannten Folgen (auch das sollte man ändern durch fairere Löhne!).

Diese Eltern sind dann sozusagen gezwungen, ihre Kinder in Fremdbetreuung zu geben (Krippen, Tagesschulen). Es wird zugegebenermassen immer Familien geben, die auf ein solches Modell angewiesen sind, sei das, weil unregelmässige Arbeit (z.B. Schichtdienst) dies erfordert, oder auch, weil in Folge von Trennung oder Scheidung die Mutter zur alleinerziehenden Mutter geworden ist. Für diese Leute soll es auch ausreichend Krippen und freiwillige Tagesschulen geben. Da bin auch ich dafür und es gibt sogar gute Beispiele, die ich gesehen habe.

Aber es geht nicht an, dass gewisse linke, aber auch hyperneoliberale „Geister“ plötzlich auf die Idee kommen, dieses Modell als allgemeinverbindlich zu erklären und z.B. Tagesschulen und Krippen auch anderen Familien, die ihre Kinder weiterhin selber betreuen wollen, aufzwingen wollen!

Diesen „Geistern“ geht es nämlich um eine schrittweise Entmündigung der Eltern und einer salamischeibchenweisen Abtretung der Kindererziehung an den Staat. Damit werden intakte Familien, die ihre Kinder selber betreuen und erziehen wollen (und das mit ihren Wertvorstellungen) gezwungen, ihre Kinder dem Staat abzugeben, wo durchaus ganz andere Wertvorstellungen (oder noch schlimmer: gar keine mehr) vermittelt werden.

Im ehemaligen Ostblock hat man das ganz gezielt angewendet, um die Kinder von ihren eigenen Eltern zu entfremden und sie in einer total materialistischen und atheistischen Welt aufwachsen zu lassen, um so dem Volke die spirituellen und religiösen Grundlagen zu rauben.

Dass dies im heutigen neoliberalen, globalistischen System wieder angepeilt wird, verwundert mich nicht, denn materialistische, konzernhörig gleichgeschaltete Menschen kann man nur heranzüchten, wenn man schon den Kindern nichts mehr über Religion, Spiritualität, Ethik, Heimat und Volkszugehörigkeit vermittelt. Dies scheint offensichtlich die Absicht dieser Globalisten zu sein, egal ob „links“ oder „rechts“ gefedert. Und dies würde garantiert in unserem säkularen, sog. neutral-kulturlos konditionierten, „politisch-korrekten“ System umgesetzt werden.

Jeremias Gotthelf sagte einmal: „Im Hause der Familie muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland“. Ich bin der Meinung, dass Gotthelf auch heute noch Recht hat, denn das System Ostblock ist unter anderem auch deswegen zusammengebrochen, weil die Kinder kein familiäres Zuhause mehr hatten.

Deshalb stehe ich dafür ein, dass man nicht mit enormen Steuermitteln eine riesige flächendeckende Betreuungsinfrastruktur mit allem drum und dran hochzüchtet und unterhalten muss, sondern die Familien direkt mit höheren Kinderzulagen abgegolten werden sollen! Dort ist es direkt an der Quelle und garantiert, dass die Kinder bei ihren Eltern bleiben dürfen, sofern das für die Eltern möglich ist.

Steuerliche Begünstigung der Familien (mit Kindern!) wäre zwar auch denkbar, dort aber profitieren eher wieder nur die oberen Einkommensschichten. Darum bevorzuge ich die höheren Kinderzulagen, die allgemein mehr Gerechtigkeit schaffen und den Familien mehr bringen.

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