"Abtreibung: Was ist Privatsache?"

Unter dem Vorwand der Solidargemeinschaft
liess sich immer jegliche
kollektivistische Zementierung einer
Ungerechtigkeit legitimieren. So
werden Sie unter anderem gezwungen,
für die Abtreibung Anderer zu zahlen.
Die Initianten sprechen von einer
«Gewissensfrage» und davon, dass bei
dieser «Gewissensfrage» Solidarität
Grenzen habe.
Von der Vorstellung ausgehend, dass
das Individuum (in diesem Fall die
Frau) das Eigentum am eigenen Körper
besitzt, ist Abtreibung selbstverständlich
naturrechtlich bedenkenlos. Die
Frau kann nach der Annahme der
Initiative nach wie vor abtreiben, und
das ist auch gut so. Aber nur weil die
Abtreibung an sich bedenkenlos ist,
heisst das nicht, dass man andere
Individuen zwingen kann, dafür zu
zahlen.
Juso-Parteimitglied und Gewerkschaftsfunktionär
Fabian Molina
schrieb auf Facebook, dass man auch
die Gesundheitskosten, welche durch
das «Übergewicht» von Ständerat Föhn
entstehen, solidarisch tragen würde.
Genau hier liegt der Kern des Problems.
Wir sind alle grund- und zwangsversichert
bei unserer Solidargemeinschaft
namens Staat.
Kein freier Markt, keine individuelle
Selbstbestimmung, zu welchen Konditionen
sie sich versichern lassen wollen,
jedes Jahr höhere Kosten, Bürokratie
und sämtliche andere Kollateralschäden,
welche eine solche Solidargemeinschaft
mit sich bringen, müssen wir
über uns ergehen lassen.
Abschliessend beantworte ich die
Frage «Was ist Privatsache?» mit:
Versicherung ist Privatsache.
Die Initiative «Abtreibungsfinanzierung
ist Privatsache» ist ein Schritt in
diese Richtung und gehört deshalb
angenommen.

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