Hooligan-Konkordat führt zu unsinnigen Behördenwillkür

Am Freitagnachmittag, den 10. Januar 2014 hätte der FC Zürich gegen den FC Biel ein Trainingsspiel austragen wollen – und dies in Baden. Nun hat die Kantonspolizei Aargau das Spiel kurzfristig verboten, da durch das angenommene Konkordat im Kanton Aargau ein Gesuch hätte gestellt werden müssen. Dies sei nicht 20 Tage vor dem Spiel eingegangen. Somit ist endlich vor der Abstimmung im Kanton Bern der Tatbeweis erbracht, dass das versprochene Augenmass von den Behörden nie zu erwarten sein wird. Es kann doch nicht sein, dass man für ein Trainingsspiel an einem Freitagnachmittag ein solches Gesuch notwendig ist, da die Zuschauer kaum in grossen Massen angereist wären.
Das Gesuch hätte eine unverhältnismässige Bürokratie ausgelöst – für die Fussballvereine natürlich entsprechende Bewilligungsverfahrenskosten, welche für jedes solches Gesuch zu zahlen ist. Geld, welche Spitzensportvereine für den gesellschaftlichen wichtigen Nachwuchs- und Breitensportbereich besser hätte einsetzen können. Die Kantone nehmen dieses Geld natürlich noch so gerne für die Aufbesserung der maroden Staatsfinanzen.
Die Konkordat-Befürworter zeigten nun ihr wahres Gesicht. Im Kanton Basel, welcher ja eine der grössten Fangruppierung hat, sagte das Volk NEIN zum Konkordat und ist diesen „Massnahmen“ nicht unterstellt. Bei einem Ja an der Abstimmung im Kanton Bern vom 9. Februar 2014 werden wiederum die kleinen Vereine wie der FC Thun bestraft, welcher durch sein hervorragendes Fanverhalten kaum das Ziel sein sollte. Es sind genug Gesetze vorhanden, welche nur hart umgesetzt werden müssten. Das Abbrennen von Feuerwerk im Stadion ist verboten und muss spürbar mit Gefängnis bestraft werden. Dies ist schon jetzt möglich – einfach nur umsetzen.

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