Ja zu FABI! Ein JA zu FABI ist vor allem ein Ja für gezielte Investitionen in die Zukunft! FABI steht für durchdachten Ausbau und für gesicherten Unterhalt.

FABI ist deshalb mehr als ein Ausbauprojekt. Mit dem neuen Bahninfrastrukturfonds werden nicht nur Schweiz weit die wichtigsten Engpässe auf dem Schienennetz beseitigt. Im Gegensatz zu heute wird FABI auch den Unterhalt und Betrieb des Bahnnetzes finanzieren. Somit hat die Schweiz die Garantie, dass nicht auf Vorrat gebaut wird und anschliessend die Mittel für den ordentlichen Unterhalt fehlen. Gemäss Gesetz hat der Unterhalt sogar Vorrang vor dem weiteren Ausbau.

Bis heute wurden doch regelmässig relativ blauäugig Ausbauprojekte beschlossen, ohne dabei an die Folgekosten wie Unterhalt und Betrieb zu denken oder gar die entsprechende Finanzierung dafür zu sichern. Das mag gut sein, um sich politisch zu profilieren, es ist aber nicht das, was ich mir unter verantwortungsvoller politischer Gestaltung für die Zukunft unseres Landes vorstelle.

Beim Unterhalt haben wir heute dringenden Nachholbedarf, wie regelmässigen Berichte über den Netzzustand eindeutig darlegen. Aber der Erhalt des Netzes ist wenig populär, denn natürlich kann man dem Stimmvolk Ausbau-Projekte besser verkaufen als den Substanzerhalt der Infrastruktur. Brücken, Tunnels, neue Haltestellen und Doppelspuren fallen sofort ins Auge.
Ihr Nutzen ist unmittelbar klar und sichtbar. Deshalb stehen in der medialen Diskussion häufig vor allem Ausbauten und Neubauten von Anlagen im Vordergrund.

Das muss sich ändern! Denn wenn wir so weitermachen, hätte dieses Gebaren mittel- bis langfristig zur Folge, dass die Kosten ins uferlose steigen und unsere Kinder dereinst vor riesigen nicht mehr finanzierbaren Infrastrukturen stehen würden. Diese Infrastrukturen würden sukzessive zu Ruinen zerfallen, so wie wir es teilweise etwa im benachbarten Ausland beobachten können. Auf solche Abenteuer wollen wir uns in der Schweiz definitiv nicht einlassen. Wir müssen haushälterisch mit Boden, Finanzen und Energie umgehen.

Deshalb fliessen rund 60% des BIF-Geldes künftig in den Substanzerhalt des Schienennetzes, welches bekanntlich die Basis für die Bahn, also für die aktuell energieeffizienteste und platzschonendste Mobilitätsform am Boden darstellt. Das beweist eindrücklich, dass wir diesen haushälterischen Umgang mit all den erwähnten Ressourcen bei FABI ausgewogen berücksichtigt und mit dem BIF ein einziges Finanzierungsgefäss geschaffen haben.

Gerade im schweizerischen Bahnsystem, das zu den am stärksten belasteten der Welt gehört, bringen Störungen an Sicherungsanlagen oder ein schlechter Gleiszustand den dichten Taktfahrplan schnell aus dem Lot. Die Nutzerinnen und Nutzer der Bahn erwarten in der Schweiz zu Recht eine hohe Pünktlichkeit und die grösstmögliche Sicherheit. Diesen Anspruch dürfen sie auch stellen, denn die öffentliche Hand investiert umfangreich Steuergelder in die Bahn.

Die FABI-Vorlage ist sehr ausgewogen und wird all diesen Ansprüchen in hohem Masse gerecht. Deshalb empfehle ich den Schweizerinnen und Schweizern am 9. Februar 2014 JA zu sagen!

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