Mass halten bei der Zuwanderung (II) Der Unmut in der Bevölkerung wächst

Bundesrat, Politiker, Verbände und Wirtschaftsvertreter gehen immer nur auf die positiven Aspekte der Einwanderung ein - die negativen Punkte werden verschwiegen oder verniedlicht. Dieses einseitige Kommunikationsverhalten finde ich nicht korrekt, denn in einem demokratischen Land muss ganzheitlich und ehrlich informiert werden. Die Bürger müssen alle Vor- und Nachteile kennen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können – mit einem verzerrten Bild ist dies nicht möglich.
Der Unmut in der Bevölkerung wächst, jetzt braucht es endlich ein starkes Zeichen vom Volk!

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Blindes BIP Wachstum

Bekanntlich ist Wirtschaftswachstum ein Endprodukt aus vielen verschiedenen Faktoren. Viele Politiker und Journalisten setzen das BIP Wachstum mit dem Bevölkerungswachstum gleich und behaupten, dass eine Zuwanderungsregulierung, wieder einmal mehr, den Untergang des Erfolgsmodells CH bedeute. Deutschland widerlegt diese Behauptung mit Fakten. Bei unserem nördlichen Nachbarn ist die Bevölkerung in den letzten 10 Jahren von 82 auf 80 Mio geschrumpft. Trotz Bevölkerungsrückgang, Banken- und Eurokrise hat Deutschland über die Zeitspanne von 2002-2012 ein BIP Wachstum ausgewiesen.
Wie auch immer, im 21. Jahrhundert dürfte man von Journalisten und Politikern erwarten, das Thema Wirtschaftswachstum umfassender und differenzierter anzugehen. Beispielsweise rückt die Lebensqualität gegenüber dem materiellen Wohlstand in den Vordergrund. In wohlhabenden Ländern nimmt das Wohlbefinden der Menschen trotz Wirtschaftswachstum nicht zu. Solange nur das BIP zählt, kurbelt die Politik weiterhin blind das Wachstum an. Nachhaltige Entwicklung und die Bevölkerungs-Zufriedenheit wird ausser Acht gelassen.

Bevölkerungs-Zufriedenheit

Die in letzter Zeit angenommenen Volksinitiativen (Verwahrungsinitiative, Minarettverbot, Ausschaffungsinitiative, Zweitwohnungsinitiative und Abzockerinitiative) zeigen deutlich, dass die Bevölkerungs-Zufriedenheit abnimmt. Es gibt immer mehr Globalisierungsverlierer in der CH und der Begriff „Working poor“ existierte bei uns vor der freien Personenfreizügigkeit nicht. Aus diesem Misstand ist auch die Mindestlohninitiative entstanden. Die Politik hat es während den vergangenen 10 Jahren versäumt, griffige flankierende Massnahmen umzusetzen.

Ein weiterer Herd des Unmutes sind die Landwirtschafts- und Grünflächen, welche in rasanterweise und unwiderkehrllich zubetoniert werden - auch hierzu sind neue Volksinitiativen am Anrollen. Wir können in der CH ausser Boden fast alles kaufen. Wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern eine zubetonierte CH hinterlassen?
Das Establishment zeigt sich trotz diesen deutlichen Volks-Signalen resistent, verniedlicht die Probleme und predigt stattdessen wie segensreich Markt und Personenfreizügigkeit seien. Sind unsere Wirtschafts- und Politikführer da noch glaubwürdig?

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Siehe auch:
„Mass halten bei der Zuwanderung
(Teil I) Ein Artikel zu den konkreten Folgen einer exzessiven Zuwanderung“

26 Kommentare


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