Sind die Ausländer wirklich an allen Problem schuld?! Mein Statement zum Thema "Migration"

Ständig hört man in den Medien, bei Kollegen, im Politnetz, einfach überall das Wort Migration. Mir ist schon länger aufgefallen, dass dieses Thema kontrovers und vor allem emotional diskutiert wird. Hier geht es um mehr, als nur um eine Grundsatzfrage. Hier treffen die politischen Lager aufeinander und versuchen sich gegenseitig mit Argumenten zu übertrumpfen und den Anderen in Schach zu halten. Ich war lange auf der Beobachterseite, doch jetzt möchte auch ich meinen Senf dazu geben:

Schon genug oft musste ich lesen, dass die Einwanderung der Grund aller heutigen Probleme sei. Dass die Strassen/ Züge verstopft sind, die Schweiz zersiedelt wird, die Mieten in die Höhen getrieben werden und wenn es so weiter geht, die Schweiz in 10 Jahren aus allen Nähten platz, weil sie von einer Horde Ausländer eingetreten wird, die es nur darauf abgesehen haben, aufs Sozialamt zu gehen und im besten Fall auch noch kriminell zu werden.

Dazu kann ich nur eins sagen: Statt ständig über die Ausländer zu schimpfen und alles Übel auf sie zu schieben, soll man sich zuerst mal, an der eigenen Nase nehmen.

Aus diesem Grund gehe ich auf manche der genannten Vorwürfe ein.

Strassen/Züge sind verstopft

Ihr habt Recht. Die Züge und Strassen sind voll. Doch wer hat gerade die Vignetten Initiative abgelehnt?! Das wahrt wohl ihr, liebe Rechte, welche ein riesen Pipapo wegen 60Fr. machen, statt zu bedenken, dass Autobahnfahren im Ausland im Vergleich zu uns viel teurer ist. Desweiteren kann man nur dieses Problem lösen, in dem man vermehrt in die Transport-Infrastruktur investiert. Besonders beim ÖV muss man Schwerpunkte setzen. Mit Fabi sind wir auf dem richtigen Weg. Desweiteren gibt es noch einen weiteren Ansatz. Dazu jedoch unten mehr.

Schweiz wird zersiedelt

Die Schweiz ist ein kleines Land. Da gebe ich euch recht. Und deswegen, muss der Platz den wir haben, sinnvoll genutzt werden. Und genau hier, ist der Haken. Statt immer noch auf die alte Einfamilien-Häuschen Politik zu setzen, müssen wir endlich einsehen, dass die Zukunft im Verdichteten Bauen liegt - also mehr in moderne Wohnungen in grossen, effizienten, vorausgeplanten Wohnanlagen welche in die Höhe gehen zu investieren, statt einfach ganze Wiesen unkontrolliert mit Einfamilienhäuschen zu pflastern und dann meckern es habe keinen Platz mehr - Und zwar in den Ballungszentren der Schweiz, wo auch die meisten Arbeitsplätze liegen, damit die Reisewege kurz bleiben und so die Strassen und der ÖV entlasten werden.

Ausländer wollen nur unser Sozialsystem ausnutzen:

Besonders dieser Punkt wird sehr emotional diskutiert. Da kann ich an die Gegner nur eins sagen: Stellt euch mal vor, ihr seit ein Afrikaner, aus einem Land, welches keine Perspektiven bietet, und ihr keine Zukunft seht. Ihr seid aber jung und motiviert und wollt arbeiten. Wo würde es euch hinziehen? Bestimmt ins reiche Europa und noch wahrscheinlicher in die Schweiz. Statt nun zu motzen, dass sie unser Land einrennen, soll man diesen Leuten eine Chance geben. Man soll sie mit offenen Armen empfangen und ihnen eine Möglichkeit geben, in ihrem Leben etwas sinnvolles zu leisten und so einen aktiven und wertvollen Beitrag zur Gesellschaft herbei zu führen. Man soll ihnen kleine Jobs anbieten, wo sich " Frau und Herr Schweizer zu Schade wären", damit sie unsere Sprache lernen, sich in unsere Gesellschaft eingliedern können und so dem Sozialstaat möglichst wenig auf der Tasche liegen und schon gar nicht kriminell werden.

PS an alle Rechten: Werdet ein bischen Menschenfreundlicher, und zwar nicht nur mit euren lieben Eidgenossen!

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