"25'000 Franken Steuergelder für ein Halleluja"

Der Dübendorfer Stadtrat zeigte sich
von seiner wohltätigen Seite und
spendete 25 000 Franken an Taifun-
Opfer in den Philippinen.
Das schreckliche Leid, welches die
Menschen auf den Philippinen durchstehen
müssen, ist ungeheuerlich.
Aber muss, oder besser gesagt darf
ein Stadtrat in eigener Regie 25 000
Franken Steuergelder dafür ausgeben?
Laut Artikel 38 der Gemeindeordnung
darf er das natürlich, aber wieso
spendet er nicht auch für die Erdbebenopfer
in Sichuan oder wieso erhebt
Dübendorf nicht gleich eine Steuer für
Katastrophenhilfe auf der ganzen Welt?
Der Stadtrat demonstriert, wie
spendabel wir Dübendorfer sind, ein
Volk von braven Gutmenschen eben.
Als Privatperson habe ich aus freiem
Willen den Taifun-Opfern eine Spende
zukommen lassen.
Ich habe niemanden dazu gezwungen,
für etwas zu spenden, welches die
jeweilige Person gar nicht will.
Sprich, ich habe niemanden mit
meinem unter Gewaltmonopol
stehendem Steuerzwang dazu genötigt
von seinem privaten Eigentum abzugeben
für die Katastrophen dieser Welt.
Rund 31 Millionen sollen Schweizer
für Taifun-Opfer aus freien Stücken
gespendet haben.
Sogar Bundespräsident Maurer
zelebrierte Betroffenheit und nahm
über das «Glückskette-Telefon»
Spenden entgegen.
Gegen private Spenden ist selbstverständlich
nichts einzuwenden und zeigt
deutlich auf, dass auch ohne
Dübendorfer Steuergelder Privatpersonen
und Organisationen gerne spenden.
Der krebskranken Schweizerin
Cornelia Völki («blick.ch» berichtete)
und ihrem 17-jährigen Sohn nützt indes die Spende
für die Taifun-Opfer nichts,
aber vielleicht kann der Dübendorfer
Stadtrat aushelfen.
Ein «Blick»-Interview wäre Stadtpräsident
Lothar Ziörjen sicher.

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