Seit 14 Jahren ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft - auf dem Papier. Vieles wurde zwar erreicht, doch in der Realität gibt es noch zuviele Diskriminierungen!

Die drei höchsten politischen Ämter sind erstmals in der Geschichte von Frauen besetzt, im Gesamtbundesrat sind drei Frauen vertreten und der Bundeskanzler ist eine Bundeskanzlerin. Doch in den Parlamenten sind keine 30 Prozent Frauen und es benötigt weiterhin grosse Anstrengungen auf allen Ebenen!
Die Lohnunterschiede sind immer noch gross. Im Durchschnitt verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer. Dies bei gleichen Voraussetzungen und gleicher Arbeit. Kaderfrauen verdienen sogar bis 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (Quellen: Bundesamt für Statistik; Eidg. Büro für Gleichstellung). Trotz der Erkenntnis, dass gemischte Teams erfolgreicher sind, sind Frauen in der Arbeitswelt immer noch deutlich benachteiligt. So sind in der Schweiz Männer mit 37 Prozent deutlich öfter in Kaderfunktionen vertreten als Frauen mit nur 22 Prozent bei gleichem Bildungsstand. Realität ist, dass 74 Prozent der Mütter mit Kindern unter 15 Jahren erwerbstätig sind. 57 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, demgegenüber stehen nur 12 Prozent Männer, welche in Teilzeit arbeiten. Für die Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit sind die strukturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Die Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung sind den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen. Die Anliegen der berufstätigen Mütter und Väter müssen in der Politik ernst genommen werden, damit unnötige Hürden abgebaut werden, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Gefordert sind neue Arbeits- und Lebensmodelle. Eine grosse Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft! Familienzeit soll ihre Qualität haben, ebenso wie die Berufsarbeit.

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