Schlaue Energiepolitik fusst auf 4 Säulen

In einer Studie ("Infras vom 7. Mai 2010") versuchten vor kurzer Zeit Umweltverbände sowie die Kantone Basel-Stadt und Genf zu unterlegen, dass künftig generös auf den Neubau von Ersatz-Kernkraftwerken verzichtet werden könne. Grosskraftwerke treten dabei in einem ungerechten Vergleich gegen die erneuerbaren Energien mit Energieeffizienzmassnahmen an.

Der Sieger ist schnell bekannt: Die Erneuerbaren seien energetisch und wirtschaftlich interessanter als die Grossen. Vor allem betreffend Wirtschaftlichkeit seien die Effizienzmassnahmen sehr interessant. Auch beim Klima schneiden die Erneuerbaren besser ab, da im Szenario-Rechner bei den Grosskraftwerken auch ein Gas-Kombikraftwerk mit kalkuliert wird – eine Technologie, die in der Bevölkerung allerdings niemals eine Mehrheit finden würde. Bei den Strompreisen verschweigen die Umweltverbände aber klammheimlich, dass sich die gewünschten Ergebnisse nur mit einer Verdoppelung desselben erreichen lassen würden.

Wie würde denn die 4-Säulen-Politik des Bundesrates herauskommen? Oder anders formuliert: Wie würde die Traumkombination aus Erneuerbaren + Kernkraftwerken + Effizienzmassnahmen + Stromaussenpolitik abschneiden?

Die Traumkombination Erneuerbare + Kernkraftwerke + Effizienzmassnahmen + Stromaussenpolitik ist auszuspielen

Investitionen in Kernkraftwerke, Erneuerbare und vor allem in Effizienztechnologien bilden eine erfolgreiche Paarung, die an meisten bringt. Eine wirtschaftliche Produktion damit der Strompreis tief bleibt, bildet dabei eine wichtige Grundlage. Um die Qualität sowie die stetige Verfügbarkeit des Stroms zu garantieren, müssen den schwankend anfallenden erneuerbaren Energien auch Kernkraftwerke als Grundlastproduzenten und Speicherwerke zur Spitzenbrechung zur Seite gestellt werden. Zusätzlich ist die Energiepolitik mit Effizienzmassnahmen zu garnieren, die als separate Säule auch für das Gewerbe interessant sind. Aussenpolitisch wird die Schweiz im Herzen Europas ein grosses Interesse daran haben, mit einem EU-Stromabkommen sich den Zugang zu den dortigen elektrischen Netzen und Potentialen zu erschliessen.

CO2-arme Stromversorgung mit wenig Risiko
Mit allen 4 Säulen lassen sich zudem zwei Dinge hervorragend erreichen: Erstens sinkt das Risiko der Abhängigkeit vom Ausland bei der Stromproduktion markant. Eine der Lehren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise muss sein, dass die Risiken zu verteilen sind um nicht die nächste Blase zu produzieren. Ein Platzen der Energie- respektive Stromblase wäre sicher weitaus schwieriger zu meistern als die Finanzkrise. Zweitens hat die Schweiz wegen ihres hohen Anteils Erneuerbarer Energien und der Kernkraftwerke die einmalige Chance, betreffend CO2-Ausstoss pro produzierte Kilowattstunde international Massstäbe zu setzen. Gaskraftwerke sind daher sicher keine gute Lösung.

Der Präsident der USA und Verfechter des Green New Deal zieht in einer Stellungnahme zu neuen AKW in Amerika den richtigen Schluss: "Um unseren wachsenden Energiebedarf zu decken und den schlimmsten Folgen des Klimawandels vorzubeugen, müssen wir unser Angebot an Nuklearenergie vergrössern, so einfach ist das." – Recht hat er!

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