Die Schweiz dem Ausland erklären

Ausländer haben von der Schweiz oft ein verzerrtes Bild von Clichés: Banken, Käse, Matterhorn. Wie erkläre ich einem Ausländer das „System Schweiz“? Wo sind wir anders?

Es sind im wesentlichen drei Faktoren:

  • Die direkte Demokratie – Partizipation der Bürger

  • Der Föderalismus – Prinzip der Subsidiarität Gemeinde-Kanton-Bund

  • Das Milizsystem – Berufserfahrung in politischen Behörden

Bei uns werden die Bürger in die Politik auf allen drei Staatsebenen einbezogen. Per Referendum können sie Entscheide ihrer Behörden einer Volksabstimmung zuleiten und mit der Volksinitiative neue Anliegen anstossen. Deshalb die zahlreichen Urnengänge.

Das Subsidiaritätsprinzip führt dazu, dass die öffentlichen Aufgaben und deren Finanzierung dort wahrzunehmen sind, wo das entsprechende Know-how und der entsprechende Nutzen liegen. Zuerst in der Gemeinde, dann im Kanton. Sie haben dazu die nötigen Kompetenzen und Freiräume. Erst dann, bei nationalen Querschnittsaufgaben, kommt der Bund zum Zug. Das führt zu Bürgernähe. Ein Mülldeponien-Drama wie in Neapel kann bei uns nicht entstehen.

Die Tatsache, dass bei uns die Parlamentarier aller Stufen, in den Gemeinden meist auch die Gemeinderäte, einen zivilen Beruf ausüben, sorgt für Praxisnähe und Augenmass.
In unserm Land mit 26 Kantonen, zahlreichen Parteien, verschiedenen Sprachen und Konfessionen gibt es keine feste Mehrheit. Für positive Resultate müssen sich die verschiedenen Akteure stets wieder neu zusammenraufen. Eine Kultur, die auch auf Minderheiten Rücksicht nimmt, ist das gesellschaftlich wertvolle Ergebnis davon.

Wir glauben zudem an die Leistung und an den Wettbewerb der besseren freiheitlichen Ideen und der besseren praktischen Lösungen – nicht nur in der Wirtschaft, auch innerhalb der staatlichen Ebenen. Das macht die Schweiz kompetitiv. – Man zeige mir ein Land mit besseren Infrastrukturen, höherem Lebensstandard, attraktiverem Arbeitsmarkt, soliderem Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen, gesundem Staatshaushalt und tieferen Steuern!

Sorgen wir dafür, dass es so bleibt – aus Liebe zur Schweiz!

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