Sicherer – besser- günstiger

Mit der KVG-Revision (Managed Care) sollen unübersehbare Mängel der medizinischen Versorgung behoben werden, allen voran die ungenügende Koordination in der Patientenbetreuung, die angesichts der medizinischen Entwicklungen und Möglichkeiten eine grosse Herausforderung ist. Hauptziel der Revision ist die Förderung der Integrierten Versorgung: Ein Arzt, in der Regel der Hausarzt, koordiniert die Betreuung des Patienten aus einer Hand und sorgt dafür, dass sich die betreuenden Fachpersonen untereinander abstimmen.

Der Patient im Mittelpunkt
Managed Care stellt das Wohl des Patienten in den Vordergrund. Durch die verbindliche Zusammenarbeit der Leistungserbringer (Hausarzt, Spezialist, Spital, Physiotherapie, Spitex etc.) steigt die Qualität der Versorgung. Zudem erhöht sich die Sicherheit der Behandlung für die Patienten, weil gefährliche Komplikationen und Missverständnisse vermieden werden. Managed Care garantiert den Zugang zur bestmöglichen Behandlung sowie zum medizinischen Fortschritt. Die Integrierte Versorgung führt erwiesenermassen zu einer besseren Betreuung, namentlich bei chronisch Kranken. Zudem werden durch die vernetzte medizinische Versorgung unnötige Behandlungen verhindert, was das Prämienwachstum dämpft.

Erfolgsmodell Managed Care
Managed Care gibt es in der Schweiz seit 20 Jahren und hat sich erfolgreich bewährt. Rund 1,3 Mio aller Versicherten sind heute schon in einem der ca. 100 Netze der Schweiz versichert, ebenso haben sich mehr als die Hälfte aller Hausärzte dem System angeschlossen. Im Prinzip will die Revision eine Anpassung des Gesetzes an die Realität: Die Integrierte Versorgung wird von der Wahlmöglichkeit zum Standard. Umgekehrt wird der bisherige Standard mit gänzlich freier Arztwahl zur Wahlmöglichkeit. Um Managed Care zu fördern, sinkt der maximale Selbstbehalt von CHF 700 auf 500 pro Jahr. Wer bei der gänzlich freien Arztwahl bleiben möchte, zahlt künftig einen leicht höheren Selbstbehalt von 15% (max. CHF 300.– pro Jahr mehr).

Keine Planwirtschaft im Gesundheitswesen
Die Managed-Care-Vorlage ist ein zentrales Projekt des ehemaligen Innenministers und aktuellen Aussenministers Didier Burkhalter. Sie wird von einer breiten Mehrheit im Parlament getragen und stellt im aktuellen Umfeld den einzig richtigen Weg dar. Die Vorlage führt zu einer qualitativ hochstehenden und bedarfsgerechten medizinischen Grundversorgung zu tragbaren Kosten. Scheitert sie, wird der Forderung nach einer Einheitskrankenkasse Tür und Tor geöffnet. Damit drohen Verstaatlichung und Planwirtschaft in der am stärksten wachsenden Branche. Als Folge würde das Gesundheitswesen noch teurer und immer mehr über Steuern und progressiv gestaltete Gesundheitsabgaben finanziert. Vor diesem Hintergrund ist die Managed-Care-Vorlage auch ein Richtungsentscheid für oder gegen mehr Planwirtschaft in der Medizin. Mehr Informationen zur Managed-Care-Vorlage finden Sie unter: www.bessere-behandlung.ch

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