1:12-Initiative: Die Abschaffung der monetären Anarchie und ihre Analogien zur Abschaffung der Sklaverei

Als ökonomischer Grundsatz gilt: Es gibt keinen Franken in der Lohntüte, für den nicht jemand gearbeitet hat! Für mehr als einige wenige 100'000 Franken kann ein Mensch gar nicht arbeiten; - der Rest in der Lohntüte ist abgezockt, ausgebeutet; ist der Auswuchs einer monetären Anarchie, die auf der Gegenseite Armut und Elend hinterlässt.

Ebenso unbestritten ist der Zusammenhang zwischen Armut und Reichtum; - die Tatsache, dass ein Grossteil der Armut und des Elendes in der Welt, seinen Ursprung in der Diskriminierung, Ausbeutung und der ungleichen Verteilung des erwirtschafteten Reichtums hat.

Ebenso ist festzustellen, dass jede exorbitante Lohntüte einen globalen Kontext besitzt und damit auch Teil und Ursache der weltweiten Ausbeutung ist. Gleichgültig, ob dieses exorbitante Gehalt nun in der Schweiz oder anderswo generiert wurde. Ausbeutung von Menschen ist immer Diebstahl, auch wenn eine vermeintliche Rechtsstaatlichkeit davon nicht tangiert wird.

Die 1:12 Initiative setzt hier nun ein geschichtsträchtiges, starkes und demokratisches Zeichen dagegen. Ihre Annahme wird einen gesellschaftskulturellen Wandel mit einem erweiterten ethischen Bewusstsein auslösen, wie es seinerzeit auch die Abschaffung der Sklaverei bewirkt hatte. Sie wird das Bewusstsein für die Gleichberechtigung der Bürger sensibilisieren und fördern, dem sozialen Frieden zu mehr Sicherheit verhelfen und das demokratische Verständnis innerhalb der Gesellschaft und somit die demokratische Staatsform stärken.

Mit der Annahme dieser Initiative setzt die Schweiz zudem ein historisches Zeichen, dass (wie die Abschaffung der Sklaverei) internationale Beachtung und mit der Zeit wohl auch Nachahmung in anderen Ländern finden wird.

Die stärksten Argumente gegen die 1:12 Initiative sind dieselben wie damals gegen die Abschaffung der Sklaverei:

  • das Heraufbeschwören eines grossen wirtschaftlichen Schadens
  • das proklamieren der Unmöglichkeit einer sinnvollen Umsetzung
  • das unmissverständliche Verwerfen eines gesellschaftlichen und sozialpartnerschaftlichen Nutzens
  • das Androhen eines massiven Einbruch von Spendengeldern und Steuereinnahmen
  • das Androhen von massiv höheren Steuerbelastungen für die Bevölkerung
  • die Stigmatisierung der Befürworter als Utopisten, Kommunisten, Missgünstige und Wirtschaftsfeinde

In Wirklichkeit geht es aber nur um die Erhaltung von Profiten, Privilegien, Macht und Einfluss. Es geht um das Vermeiden von einschränkenden Bestimmungen, um sich nicht die Chance zu verbauen, auch weiterhin unbehelligt exorbitante Profite einfahren zu können.

Die Gegner realisieren in ihrer Argumentationsweise nicht, dass sie sich selber als vertrauenswürdige Sozialpartner desavouieren. Mit ihrer einseitigen „ökonomischen Proklamation“ verraten sie höhere zu gewichtende, humanistische Werte und disqualifizieren sich selber in ihrem Verständnis des demokratischen Gleichheitsgebotes. Sie vertreten mit Nachdruck die „marktwirtschaftliche Freiheit“ als gesellschaftliche Maxime und meinen damit in Wirklichkeit die Befriedigung ihrer eigenen Profitgelüste.

Bringen wir doch die Wahrheit, den globalen Alltag auf den Tisch: Die „marktwirtschaftliche Freiheit“ ist eine Lüge der Abzocker. Sie bringt ihnen zwar Reichtum, beschert aber der grossen Masse nur ein „ökonomisches Sklaventum“, Slums, Anarchie und schlussendlich einen Polizeistaat .

Ja zur 1:12 Initiative

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