Wer sein Geld auf der Bank deponiert, gibt ihr in Tat und Wahrheit ein Darlehen. Das ist nicht nur gefährlich. Es müsste auch nicht sein.

Als erstes Land überhaupt hat die Schweiz den sogenannten Bail-in rechtlich geregelt, in der «Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern» vom 30. August 2012. Der entscheidende Punkt versteckt sich in einem eklatanten Rechtsbruch: Nicht alle Gläubiger einer Klasse sollen gleich behandelt werden. Guthaben von Gläubigern mit Systemrelevanz, d.h. von Banken und grossen Investoren, können vom Bail-in ausgeschlossen werden. Verklausuliert, aber deutlich genug, ist dies in einem Positionspapier der FINMA vom 7. August 2013 beschrieben.

In der Schweiz gibt es zwar einen minimalen Schutz für Einlagen bis 100‘000 Franken. Aber die dafür gebildeten Reserven von sechs Mrd. Franken genügen bei Weitem nicht, schon nur die versicherten Guthaben von 300 Mrd. zu decken.

Die «Aktion sicheres Geld» verlangt vom Bundesrat in einem offenen Brief, den Banken vorzuschreiben, neben den üblichen Spar- und Anlagekonten auch Zahlungskonten anzubieten, die nicht in ihre eigene Bilanz eingehen, sondern nur treuhänderisch für ihre Kunden verwaltet werden. Diese Forderung scheint naheliegend und auch einfach umzusetzen sein. Aber die Banken sind von sich aus nicht bereit, gesicherte Konten anzubieten, wie verschiedene Anfragen gezeigt haben.
Weitere Informationen finden Sie hier
und den Brief an den Bundesrat und die Möglichkeit, ihn zu unterschreiben hier

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