Die Sparmassnahmen Schaden unserer guten Bildung! Im Rahmen der ASP sollen die zwei Thuner Gymnasien fusioniert werden. Sind die drohenden Risiken vertretbar?

Im internationalen Vergleich ist die schweizerische Bildung ziemlich gut. Seit einigen Monaten ist bekannt, dass die beiden Thuner Gymnasien zusammengelegt werden sollen. Es soll ein grosser "Gesamtgymer" entstehen.

In athletischem Tempo soll die Fusion umgesetzt werden. Innerhalb von einem Jahr strukturell und bis 2016/17 sollen die zwei unterschiedlichsten Mittelschulen unter ein Dach geführt werden.

Das geplante Gymnasium Thun würde von voraussichtlich ca. 1200 - 1500 Schülern besucht werden. Der Wirtschaftspädagoge und ehemalige Rektor der Universität St. Gallen, Professor Rolf Dubs, erzählt im Gespräch mit dem Wirtschaft und Recht Lehrer Tobias Rickert, die geplanten Massnahmen seien aus pädagogischer Sicht klar abzulehnen. In seinem Buch "Bildungspolitik und Schule - wohin?" erklärt er, dass grosse Schulen nicht grundsätzlich billiger sind. Deshalb sollten solche vorschnellen Massnahmen genauer durchdacht werden.

Nach einreichen eines alternativen Sparvorschlages durch die Schulleitung des Gymnasiums Seefeld nahm Erziehungsdirektor Bernhard Pulver über vier Monate keine Stellung zu jenem.

Der alternative Sparvorschlag würde der von der Erziehungsdirektion geforderte Sparbetrag genauso einbringen.

Zudem stellen sich für mich die Fragen:

Wie können wir davon ausgehen, dass die 500'000 Fr. mit dieser Zentralisierung gespart wird? Bei anderen Zentralisierungen, die zum Sparen umgesetzt wurden (wie z.B. die Gerichte), traf der angekündigte Betrag auch nicht ein.

Weshalb will uns die Erziehungsdirektion keine Einsicht in ihre Zahlen genehmigen? Wo ist die Transparenz?

Das Seefeld ist nicht per se gegen eine Umstrukturierung (altern. Sparvorschlag). Weshalb geht Herr Pulver nicht auf diese Vorschläge ein?

Die Kosten eines Schülers pro Jahr hat mit der steigenden Gesamtanzahl der Schüler an der Schule eine U-förmige Gestalt. Wurde das geprüft?

Ich kann diese Massnahme noch immer nicht verstehen. Und auch nach ca. 3 Stunden Rede und Diskussion mit unserem Erziehungsdirektor bin ich nicht überzeugt.

Ich bin für einen Aufschub dieser Massnahme und eine sorgfältige Überprüfung des alternativen Sparvorschlags.

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