Wehrpflicht

Thematische Partnerschaft:
Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Inhaltliche Unterstützung:
Gruppe Schweiz ohne Armee (GSOA)
Schweizerische Offiziersgesellschaft
Schweizerischer Zivildienstverband CIVIVA

Seit mehr als hundert Jahren besteht für jeden Schweizer Mann die Wehrpflicht. Das Gesetz verpflichtet junge Bürger, Militär oder Ersatzdienst zu leisten. Alle die aus gesundheitlichen Gründen keinen Dienst leisten können, müssen Zivilschutz leisten und eine Ersatzabgabe zahlen. Wer erheblich in seiner Gesundheit eingeschränkt ist, ist nicht zivilschutzpflichtig und muss prinzipiell Wehrpflichtersatzabgabe bezahlen, ausser bei einem Invaliditätsgrad von über 40%. Auch Frauen dürfen sich für den Militärdienst melden. Es wird kontrovers diskutiert, ob die Wehrpflicht noch zeitgemäss ist. In dieser Debatte ist die Meinung der Jugend von grosser Bedeutung. „Jeder Schweizer ist wehrpflichtig“ hiess es schon 1848 in der Bundesverfassung. Dies steht bis heute noch in unserer Bundesverfassung und ist im Militärgesetz geregelt. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (kurz: VBS) ist das verwaltende Rückgrat der Schweizer Armee.

Den Militärdienst leistet man nebenamtlich und zeitlich befristet. Dieses Milizsystem ist grundlegend anders als eine Berufsarmee und eine ihrer Stärken liegt in der Flexibilität. In einem Ernstfall, wenn die Armee gebraucht wird, werden die Armeeangehörigen aufgeboten. Neben der Landesverteidigung wird die Armee auch für andere Zwecke (bspw. Konferenzschutz oder Katastrophenhilfe wie Waldbrandbekämpfung im In- und Ausland) aufgeboten. Die Armeeangehörigen werden aber auch zur Ausbildung einberufen. In der Regel dauert die Rekrutenschule je nach Truppengattung insgesamt 18 – 21 Wochen, dazu kommen jährliche Wiederholungskurse von drei Wochen. Gesamthaft hat ein Soldat heute 260 Diensttage zu leisten.

Seit 1996 gibt es auch die Möglichkeit des Ersatzdienstes. Wer Zivildienst leisten möchte, muss ein Gesuch einreichen. Einzelheiten dazu stehen im Zivildienstgesetz. Einsätze finden oftmals im Gesundheits- und Sozialwesen oder im Umwelt- und Landschaftsschutz statt. Der Zivildienst dauert das 1,5fache des noch zu leistenden Militärdiensts. Die Gesuche für den Zivildienst sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Kosten für den Zivildienst entsprechen etwa einem Prozent des Armeebudgets.

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