Wer das Zugpferd schlachtet, bleibt auf der Strecke

Eigentlich sollten wir den Jungsozialisten dankbar sein. In der ganzen Diskussion um die 1:12-Initiative werden Thematiken aufgegriffen, die fatale gesellschaftliche Stimmungen ans Licht bringen.

Fragen Sie sich doch einmal selber, sind Sie unglücklich mit Ihrer Arbeit und Ihrem Lohn? Oder stört es Sie einfach, wenn andere mehr verdienen? Aus dieser Neidstimmung ist eine Regulierungswut entstanden, mit der man jegliche wirtschaftliche Freiheit zerstören will. Die Zeit der Pauschalisierung von hohen Managerlöhnen sollte vorbei sein. Nach dem heftigen Sturm sollte wieder Klarsicht die Augen der Menschen erhellen.

Wir haben schließlich viele innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land, die Arbeitsplätze schaffen und investieren und so den Grundstein für eine erfolgreiche Volkswirtschaft legen. Sie sind unsere Zugpferde. Eine erfolgreiche Volkswirtschaft heißt Wohlstand für alle. Wo bleibt die Dankbarkeit dafür? Diese niederdrückende Mentalität wird die Schweiz nicht weiterbringen. Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem man verurteilt und schikaniert wird, weil man nach Höherem strebt. Dies sage ich speziell als junge Person. Wo bleiben wir denn, wenn man sich schämen muss, dass man etwas erreicht hat und entsprechend der Leistung auch mehr verdient? Man sollte keine individuelle Freiheit zerstören im Zuge einer stumpfen Gleichmacherei. Denn am Ende des Tages hat in der Schweiz jeder die Möglichkeit durch Fleiß und Leistung eine höhere Position zu erreichen. Eine 1:12-Initiative führt uns wieder in den Kommunismus. Das als Folge einer geschickt emotional inszenierten Stimmungsmacherei, die alle Bürger und Bürgerinnen blind gemacht hat.

Zeigen wir Solidarität mit den Zugpferden unseres Wohlstandes und haben wir Vertrauen in das Gute im Menschen. Für eine respektvolle Gesellschaft und eine freie Wirtschaft-darum ein entschiedenes Nein zur 1:12- Initiative.

Michelle Inauen, 1995, ist eine Maturandin der Kantonsschule am Burggraben und befindet sich momentan in einem Zwischenjahr vor dem Studium. Dieser Artikel erschien auch in der «Zürcherin».

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