Nein zu einer starren Regelung mit unabsehbaren Folgen

Die Initianten haben sich auf 1:12 festgelegt; ein Monatslohn soll einen Jahreslohn in der gleichen Firma nicht übersteigen. Es könnte aber auch 1:6 oder 1:20 sein. Das Verhältnis 1:12 ist somit kaum wirklich begründbar. Wollen wir wirklich eine solch starre Vorgabe in die Verfassung schreiben, die es unserer Wirtschaft danach schwierig macht, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren?

Der Erfolg unseres Landes gipfelt insbesondere in den Sozialpartnerschaften zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, beispielsweise demjenigen in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Unter anderem diese Sozialpartnerschaften sind verantwortlich für unsere im Vergleich zum Ausland tiefe Arbeitslosigkeit. Wollen wir das wirklich mit einer solchen Regelung auf Spiel setzen?

KMU lehen die Initiative ab

Man kann sich schon fragen, wieso die KMU die Initiative ablehnen. Sie wären ja davon nicht betroffen. Die KMU sind auf die Grossunternehmen als wichtige Kunden angewiesen. Wenn die KMU fürchten, diese Kunden in der Schweiz nach Annahme der Initiative zu verlieren, muss dies ernst genommen werden. Damit will ich keine Ängste vor einer grossen Verlagerung von Firmen ins Ausland schüren. Aber es ist halt schon so, dass sich die Eigentümer der Firmen in Lohnfragen nichts vom Staat diktieren lassen wollen. Natürlich hat die Schweiz noch andere Standortsvorteile. Viele davon werden aber über die öffentliche Hand finanziert und sind gefährdet wenn die prognostizierten Steuerausfälle bei Annahme der Initiative eintreffen.

Aus diesem Grund sollten wir uns vom Ärger über exorbitante Löhne nicht zu einem Experiment mit unabsehbaren Folgen hinreissen lassen: Nein zu 1:12

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