Fehlender Anstand ist keine Straftat

Natürlich ist es degoutant, wenn sich die Luzerner jungen Grünen über den Absturz eines Flugzeuges freuen, aber es ist peinlich, wenn Medien diesen Titel so setzen, obwohl sich der Präsident sofort distanziert hat und der Tweet gelöscht wurde. Auch wenn es viele Politiker gerne hätten: Noch haben wir keine Sippenhaft in der Schweiz. Es war ein einzelner Grüner, welcher unanständig war und auch da muss ich mich einmal mehr wiederholen, auch wenn das die politisch Korrekten noch so gerne hätten: Unanständigkeit ist keine Straftat! Und damit leite ich über zur Sprache: In der neuesten Ausgabe der der Schriftenreihe der Von-Tobel-Stiftung zum Thema Keimfrei moniert Hans Dieter Vontobel dass unsere Sprache moralisiert wird, man darf nicht mehr fluchen, grob sein, laut oder provokativ schreiben. Alles werde auf die Goldwaage gelegt. Dazu kann ich nur sagen, dass, und ich bitte die Leserbriefredaktion diese Wörter so zu setzen, im Facebook ganz bewusst oft folgende Wörter verwende: Genderwahnsinnige, Gesundheitstaliban, Neger oder auch Rassismus keule und wenn ich von den politisch Korrekten rede, dann rede ich von einer Sekte. Mit all diesen Wörter verfolge ich einen wohlbegründeten Zweck und ich sage etwas ganz bestimmtes aus. In einer Welt, die Unanständigkeit zur Straftat erheben will, müsste ich schweigen, denn dann kann ich mich nicht mehr gegen all die wehren, die unsere Gesellschaft durch Moralkeulen zerstören. Dass diese zudem sich nur an einzelne Wörter aufhängen, aber zu dumm sind den Kontext zu erfassen ist ein anderes Thema. Hierzu empfehle ich mal folgende zwei Gesellschaftssatiren von Tom Sharpe, welcher diesen Juni verstorben ist zu lesen. Nämlich Mohrenwäsche und Tohuwabohu. Wer diese gelesen hat, weiss, wie man intelligent Rassismus bekämpft und der erkennt dann sofort, dass man mit Alogarithmen nichts erkennen kann, auch wenn Geheimdienste und kantonale Justizdirektoren davon träumen. Das Beispiel der jungen Grünen zeigt übrigens ganz eindeutig, dass die Gesellschaft sich selber gegen Unanständigkeit zu wehren weiss, dazu braucht es keine Strafgesetzbücher oder Moralisten, sondern jeden Einzelnen

Michel Ebinger Rotkreuz

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