Ich arbeite und spare mir ein Vermögen an, damit ich das dereinst meinen Kindern vermachen kann, niemandem sonst!!

Ich lobe mir bspw. den Kanton Schwyz, der bewusst auf eine Erbschaftssteuer verzichetet! Ich begrüsse das sehr, dass sich dieser Kanton den Luxus nicht leistet, Erbschaften zu besteuern, sondern dieses erarbeitete und teilweise bereits geerbete Vermögen, in der Familie belässt, welches dann vollumfänglich so vererbet werden kann, wie der ErblasserIn das will, sofern die Pflichtteile eingehalten oder die Berechtigten nichts einzuwenden haben.

Ich empfinde es als Frechheit, dass grössere Erbschaften noch stärker besteuert werden sollen, da diese grösseren Vermögen bereits steuerlich durch eine höhere Progression belastet sind und werden.

Wenn ich dereinst selber Erblasser bin, ist es mir schon ein Anliegen, dass ich im erbrechtlichen Rahmen selber bestimmen kann, wer von meinen Errungen- und Erbschaften wie viel bekommt und ich wehre mich dagegen, dass der Staat auch noch über Gebühr kassiert dafür, dass er nicht einmal eine eigene Leistung erbringt!

N.B.: Man beachte: Eine potentiell höheres Vermögen ist eher gefährdet geschmälert zu werden als ein kleineres. Bspw. fallen im hohen Alter Pflegekosten an, die ein vermögenderer Mensch selber berappen muss, während ein weniger wohlhabender von staatlichen Zuschüssen profitieren kann. Dass das höhere Vermögen zu Lebzeiten schon höher besteuert wurde, braucht nicht wiederholt zu werden. Ferner gilt zu beachten, dass viele mittelständische Bürgerinnen und Bürger, die bspw. eine oder zwei Millionen vererben könnten (wie es häufig als Beispiel gebraucht wird), diese Vermögenswerte selten bar in einem Tresor oder auf der Bank einlagern! Diese Gelder sind idR. investiert bzw. gebunden. So hat eine Familie bspw. ein Eigenheim, welches mit Grund und Boden wohl häufig in eine solche Grössenordnung kommt.

Wenn man diese Gesamtbeträge fix besteuert, zwingt man u.U. Erben dazu, das elterliche Wohneigentum zu veräussern, um genügend flüssige Mittel für die Erbschaftssteuern aufbringen zu können, etc. Gleiches gilt, wenn die Vermögenswerte in Unternehmen drin stecken, die nicht ohne weiteres liquidiert werden können!

Auf Grund eines Pseudogleichbehandlungs- und -Gerechtigkeitsgedankens eine pauschale Erbschaftssteuer einzurichten oder gar fixe "Höchsterbschaften" einführen zu wollen und den Rest dem Staat zugute zu halten, grenzt an ideologischen Blödsinn...!

Hinzu kommt, dass wenn solche Ideen tatsächlich umgesetzt würden, jeder, der es sich leisten kann und entsprechende Beiträge nicht bezahlen oder die eigenen Kinder mehr begünstigen will, auswandern bzw. andere Mittel und Wege finden wird, dies auch zu tun!

Ich hoffe, dass eine solche Idee - auch wenn sie einfach und verlockend klingt - keine Beachtung findet!

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