Pädophilie-Debatte ehrlich führen

Wenn schon eine Debatte über Pädophilie, dann richtig.

Der Begriff Pädophilie, aus dem griechischen übersetzt 'Kinderliebe', hat im allgemeinen Gebrauch mit Liebe nichts zu tun. Kinderschänderei und sexuelle Ausbeutung sind die deutschsprachigen Begriffe dafür. Pädophilie ist weder genetisch determiniert noch eine Krankheit, sondern ein psychosozial entstandenes Phänomen wie jede andere Gewalttat.

In den Medien sind häufig Fälle von Pädophilie bekannt geworden, welche ausserhalb der Verwandtschaft des Kindes stattfanden. Dies, obwohl laut Statistiken der allergrösste Anteil pädophiler Fälle von Eltern und anderen nahen Angehörigen verübt werden. Pädophilie wird sowohl von Männern wie von Frauen ausgeübt und hat oft mit Gewalt jedwelcher Art unter den Eltern selber zu tun.
Viele dieser Verbrechen bleiben ungehört, da weder angeklagt noch beweisbar. In der Ausbildung zum Sozialarbeiter wurde uns gesagt, dass mindestens 50% der Kinder in der Schweiz sexuell ausgebeutet werden, Dunkelziffer mehr oder weniger eingerechnet. Das war vor 10 Jahren.

Man kann versuchen, mittels Initiativen die Rechtslage zu ändern, so wie das die SVP versucht. Erfolgversprechend bzw. abschreckend wirkt so etwas nicht, hierzu kann man die Todesstrafe als Vergleich hinzuziehen. Das Problem liegt nicht an zu laschen Gesetzen oder Gerichten. Oft werden Leute angeklagt, ohne verurteilt werden zu können, mangels Beweisen. Für das Kind wurde die Situation dadurch oft noch schlimmer.
Es macht mehr Sinn, die Hintergründe sexualisierter Gewalt an Kindern ernst zu nehmen und Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Wahrscheinlichkeit von pädophilen Taten verringern. Das Übel an der Wurzel packen, wie man so schön sagt.

Da muss sich die bürgerliche Politik jedoch selber an der Nase nehmen, statt nur immer die linken Parteien als Grund hinzuzuziehen. Das ist reine Ablenkungsstrategie. Sie hat innert der letzten Jahrzehnte gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen, welche ein Klima der Ausgrenzung, des Misstrauens, der Gewalt erzeugten bzw. verstärkten.
In diesem Sinne muss auch eine solche Initiative verstanden werden, da sie von derselben Seite kommt. Mit einer unehrlichen Debatte werden exakt diejenigen Kreise geschützt, welche organisiert Pädophilie betreiben, da sie die Einschüchterungspolit​ik fortsetzt und die Falschen trifft. Zuletzt wiederum hilflose Kinder.

Unter Bedingungen von Gewalt verlieren Menschen schneller den Überblick, können sie mit ihren Gefühlen eher nicht adäquat umgehen, haben Menschen weniger Möglichkeiten, eine normale, natürliche Sexualität zu leben, sind sie eher bereit, Gewalt auszuüben. Statt dass sie denjenigen eine Grenze setzen, welche ihnen Gewalt antun, treten sie nach unten, auf die Schwächsten. Dies wird medial gar noch verherrlicht, siehe Thema Ausländer, IV-Bezüger, Sozialhilfeempfänger.​
Die Politik bzw. die Wirtschaft suggeriert, dass man diskriminieren oder andere Gewalt anwenden soll, um seine Chance auf dem Arbeitsmarkt nicht zu verspielen. Kinderschänderei ist in den Augen solcher Leute somit nichts anderes als ein Kavaliersdelikt, welches ihnen beim Abzocken behilflich sein soll. Beklauen lassen sich die Leute nämlich noch heute am einfachsten, wenn sie möglichst abgelenkt sind. Krieg zwecks Abzocke ist das, aus Neid, letztlich aus reiner Ohnmacht.
Die Geschichte der Katholischen Kirche bzw. des Römischen Reichs ist bestes Beispiel dafür. Sonst hätten wir die heutigen Zustände nicht.

Direkt wirbt niemand für, noch mit Pädophilie. Indirekt jedoch ist die ganze Werbeindustrie eine einzige Vergewaltigung an Kindern und ihren durch mehr oder weniger Zwangsarbeit verrichtenden, gestressten Eltern. Gezielt werden die Kinder am Fernseher ins Visier genommen. Sie sollen dann als 'verzogene Goofen' ihre Eltern überfordern und somit ablenken. Die Werbebranche sexualisiert die Kindheit mittels dem Idol-Trick. Kleidermode für Kinder soll schon sexy sein, wer den Hipe nicht mitmacht, ist von vorgestern, verklemmt oder vielleicht gar in einer Sekte. Vor allem Mädchen leiden unter diesem Mobbing, zunehmend auch Knaben. Dies beispielsweise mit der Auswirkung, dass sich 10- oder 12-Jährige als homosexuell 'outen', ohne ihre Sexualität bereits entwickelt noch rein entwicklungsbedingt einen realistischen Bezug zur Sexualtiät zu haben. Das Thema Homosexualität darf in den Augen der Werbeindustrie natürlich auch ablenken, je mehr, desto besser.
Letzlich sollen solche durch die Medien eingeschüchterten Kinder noch behaupten, von ihren Eltern sexuell missbraucht worden zu sein, wenn sie nicht kriegen, was sie wollen. Werbung ist Mobbing, Mobbing ist Werbung. Beispielsweise, um sich fit für den Arbeitsmarkt betrachtet zu sehen.

Fehlt nur noch, dass den Kindern ein ödipales bzw. lesbisches Naturell unterstellt wird, nur weil sie einmal an der Stelle ihrer Mutter lagen, wo noch ganz anderes geschehen ist. Die Kirche sähe die Dogmenlehre bewiesen, da die guten, nimmersatten Kinderchen ihre Unschuld doch nur vortäuschten. Die Pädophilie dann als Strafe, als Beweis für deren Schuld, Schicksal, naturgewollt, Schwangerschaftsabbru​ch als Todsünde, weil ein Verbrechen nicht gesühnt. Das Leben als Strafe, je früher missbraucht, desto eher gesühnt. Bleibt noch verständnisvolles Handauflegen durch die Täterschaft als Wundermittel. Beinahe wie in der Bibel. Erleuchtung.

So die Masche der Werbung. Selber schuld, wer darauf herein fällt. Die Verantwortung für's eigene Leben trägt man sowieso; wer's nicht glaubt, hat vielleicht genügend Geld, um dem Strafrecht zu entkommen, andere lernen es vielleicht im Gefängnis, wo sie sich ihrer Schuld bewusst werden dürfen. Immerhin. Ob wegen Pädophilie oder anderem.

Nur, bleiben wir einmal bei den Rahmenbedingungen, bei der Politik. Der menschgemachte Kliawandel wird noch immer geleugnet, Grossbanken erhalten ohne Rechtsgrundlage Milliarden für weitere schmierige Geschäfte, die Verfassung wird gebrochen mittels Durchwinken verfassungswidriger Initiativen und Gesetze. Steuergeschenke für Abzocker, Zutodesparen von Gemeinden und Kantonen wegen fehlender Einnahmen. Schlechtere Arbeitsbedingungen. Für die negativen Auswirkungen soll die gesamte Bevölkerung büssen, Schuld sollen die Schwächsten sein. Das möglichst geringe Wohl der Schwächsten als Massstab für alle. Das ist die bürgerliche Politik in Reinform.

Wo bleibt beispielsweise die Energiewende? Jeder Tag mit Atomstrom ist reinste Kinderschänderei. Die Möglichkeiten für die Alternativen sind längstens vorhanden. Politisch leider nicht wirklich gewollt bisher. Geht es mit dieser Politik darum, Kinderschänder und andere Menschenhändler zu schützen? Der Verdacht liegt nahe. Die bürgerliche Politik darf sich nachhaltig ändern, sonst trifft sie der Volkszorn.
Glücklic​herweise gilt auch bezüglich Pädophilie: Eigenverantwortung!

Ein Film dazu: Jugend ohne Kindheit - Werbeindustrie und ihre Zielgruppe 'Mädchen'
http://​www.youtube.com/watch​?v=G32TFTaVuF0&featur​e=youtu.be

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