Trauerspiel der Gewerkschaften im Schlepptau der 1:12-Initiative

Die traurige Rolle der Gewerkschaften bei der 1:12-Initiative nervt mich extrem. Ich kann es kaum glauben, dass sie eine so absurde Idee unterstützen, die sich nachteilig auf uns Arbeitnehmer auswirken würde. Die Gewerkschaftsbosse sind ideologisch verblendet und haben meines Erachtens den Kontakt zur Basis vollkommen verloren. Sie sehen darüber hinweg, dass die Unternehmen vermehrt die am geringsten bezahlten Jobs auslagern oder wegrationalisieren könnten, damit das 1:12-Diktat der Konzernleitung weniger Opfer abverlangt. Sollte umgekehrt ein Unternehmen die Initiative buchstabengetreu umsetzen und die Löhne der Chefs massiv senken, dann müsste es unter Umständen die ganze Lohnskala im Betrieb nach unten anpassen, um gewisse Abstände zwischen den Funktionen zu wahren. Den Gewerkschaften ist es auch egal, dass der AHV Beiträge in Milliardenhöhe entgehen würden, wenn es keine Topverdiener mehr gäbe und deshalb wir alle mehr bezahlen müssten. Ich hätte von den Gewerkschaften erwartet, wo eigentlich politisch neutral sein müssten, dass sie sich gegen die Initiative aussprechen, so wie es der Verband Angestellte Schweiz getan hat, oder zumindest wie der KV Schweiz Stimmfreigabe beschliessen.

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