Demos überall und zu jeder Zeit!

Warum soll man sich nicht versammeln können, wenn man das Bedürfnis danach verspürt? Warum kann man nicht spontan eine Demo einberufen? Warum muss man dazu um Erlaubnis betteln? Aus liberaler Sicht gibt es keinen Grund eine friedliche, spontane Versammlung zu verbieten, keinen.

Im Vorfeld einer Demonstration betreten sie das Spielfeld, die Law-and-Order-Populisten. Eigentlich sind sie meist ganz freiheitlich eingestellt. Geht es aber um spontane Versammlungen werden sie zu Verbotsfanatikern. Mit aller Härte des Gesetzes soll die Staatsgewalt durchgreifen. Was die Polizei dann natürlich auch tut. Schliesslich bestimmt die Politik, wie viele Ordnungshüter es gibt und wie man sie entlöhnen soll.

Die Verantwortung

Anstatt selber vermittelnd einzugreifen, schicken die Bürgerlichen ihre „Gehilfen“, um Ihre Interessen zu vertreten. Man kann auch ohne Gewalt auskommen. Wenn man aber nicht mehr miteinander spricht, kommt es zu Konflikten. Dies ist glasklar. Die Populisten stehlen sich einfach aus der Verantwortung und überlassen anderen die „Arbeit“. Die Politik trägt eine Mitschuld an jeder Polizeigewalt. Sie hat sie zu verantworten. Weniger Staat wäre hier die Lösung. Die Linken, welche sich oft über die brutalen Einsätze beschweren, fordern aber das Gegenteil.

Natürlich tragen die Teilnehmer einer solchen Veranstaltung auch eine Verantwortung. Man kann ihnen nur raten, sobald sich die Polizei formiert, das Weite zu suchen. Wer bleibt, muss mit Gummischrot rechnen. Auch wenn dies enorm in die persönliche Freiheit eingreift.Das Zerstören von fremden Eigentum ist ebenfalls ein gewalttätiger Akt. Doch wer zerstört grundlos ein Ladenlokal eines rechtschaffenen Unternehmers?

Und wenn wir schon von ihm sprechen: Der Unternehmer hat auch eine Verantwortung. Es ist nicht in seinem Sinne die Versammelten zu provozieren, im Gegenteil. Er sollte den Mund auf tun und nach Lösungen suchen. Der Ruf nach dem Staat ist hier der Weg des geringsten Widerstandes. Sein Hab und Gut zu verteidigen, liegt bei jedem selbst

Die Chaoten

Unsere Gesellsacht hat sie geschaffen. In der Schule werden sie zu Wiederholern ausgebildet. In ihrem Leben gibt es keine Herausforderung. Alles wird ihnen in den Schoss gelegt. Selbstständigkeit wird bestraft. Ein Steuersystem bei dem Faulheit belohnt wird. Ein Mindestlohn bei dem den Leistungsschwachen den Zutritt zur Arbeitswelt verwehrt bleibt. Die Verantwortung trägt die Gesellschaft.

Doch wegen ein paar Chaoten die Freiheit der anderen massiv einzuschränken ist falsch.

Lucien Looser ist gelernter Koch und studiert an der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern. 1982 hat er das Licht der Welt erblickt. Er kämpft für die Freiheit, gegen Windmühlen und gibt die Zürcherin heraus. Dieser Artikel erschien auch in der «Zürcherin». Einem Online-Magazin mit einer klassisch liberalen, oder anders ausgedrückt, libertären Ausrichtung.

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