Ja zur Familieninitiative Kinderbetreuung zu Hause ist nicht wertlos

Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung ein mindestens gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen.

Eltern, welche ihre Kinder selber betreuen sollen gegenüber der Fremdbetreuung benachteiligt bleiben, weil dadurch Steuereinnahmen entgehen sollen, behaupten die Gegner.

Für einmal kann den Bürgerlichen Kollegen mit ihren Argumentationen nicht gefolgt werden.

Staunen hinterlassen auch die Begründungen der SP und der verschiedenen Frauen Interessengruppen aus den bürgerlichen und linken Lagern.

Aus Sicht der Bürgerlichen sollen keine Abzüge von ausbleibenden Lohngeldern möglich sein, weil sie die heimische Kinderbetreuung nicht als Leistung an der Gesellschaft messen und anerkennen können.

Es wird mit Steuerausfällen argumentiert, ohne jedoch den Kostenteil der Fremdbetreuungsplätze, welche durch die Kommunen getragen werden, gegenzurechnen.

Besonderes Staunen hinterlassen die Interessengruppen der Frauen und die linksgerichteten Parteien. Sie argumentieren mit veralteten Familienbildern und sind der ebenso veralteten Meinung, dass nur Frauen bezüglich heimischer Kinderbetreuung betroffen sind und fühlen sich in die Nähe des Kochherds gedrängt.

Hier ist ein Umdenken nötig und für einmal müssen wir Männer klar machen, dass wir unabhängig vom Geschlecht dieselben Pflichten und Leistungsfähigkeit haben.

Ob die Kinder von einer Fremdbetreuung profitieren oder neben der Schule in einen erzieherischen Einheitsbrei eingegliedert werden sollen, müssen wir offen lassen, weil Erfahrungen dazu erst in einigen Jahren vorliegen werden. Tendenziell scheint es kein Erfolgsmodell zu sein.

Sicher ist, dass wir von Elternteilen reden, welche auf ihren Lohn verzichten um zusätzliche Leistungen zu erbringen. Neben den allgemeinen Kosten, welche bereits alle Gruppen steuerlich in Abzug bringen dürfen, soll der entgangene Lohnteil nicht berücksichtigt und schon gar nicht steuerlich belohnt werden.

Es wird damit argumentiert, dass der entgangene Lohnteil und dadurch der Abzug nicht berechnet werden kann. Hier kann man beruhigt sein, die Berechnung ist einfach möglich wenn man dazu gewillt ist, die Initiative umzusetzen.

Die Familieninitiative muss schon deshalb angenommen werden, weil wir die Wertschätzung der Kinderbetreuung endlich in die Bundesverfassung aufnehmen müssen.

Deshalb auch ein Aufruf an unsere geschätzten Links-Frauen. "Geht doch endlich an die Arbeit“ und lasst uns Männer auch mal die Kinder betreuen. Wir können das aber auch gemeinsam angehen, sofern die Ehe noch nicht in die Brüche gegangen ist.

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