Der Welttierschutztag ist nun fast vorbei. Und keiner nahm Notiz davon.

Auch wenn es hierzulande fast niemand mitbekommen hat. Heute ist tatsächlich der sog. Welttierschutztag.

Obwohl sich hier auf Politnetz kaum jemand für das Wohl der Tiere interessiert, seien mir doch ein paar Gedanken gestattet?

Wenn mein Chef wieder mal einen Notstand an Taxis hat (wollen ja alle reich werden), dann muss ich ab und an mit meinem Privatauto in die Bude. Da fahr ich frühmorgens oft einem Lastwagen hinterher, der unterwegs zum Schlachthof ist. "Lebende Tiere" steht da dann gross auf der Hinterseite. Wenn ich dann in der Bude einen Kaffee gesoffen habe und mit meinem Chef noch ein bisschen rumgeblödelt (das ganze dauert maximal zehn Minuten), dann stehe ich mit dem Taxi in der Gegenrichtung im Stau. Hinter dem gleichen Lastwagen von vorhin. Es steht aber immer noch "Lebende Tiere" darauf. Aber diese haben es dann bereits hinter sich.

Es geht sehr schnell, und ja, dass ist ja auch im Sinne des Tieres. Es soll möglichst nichts mitbekommen. Trotzdem, Hand aufs Herz, wer von uns streichelt z.BSp. unterwegs auf einer Wanderung nicht gerne ein Kälbchen? Im Wissen, dass es in den nächsten Tagen geschlachtet wird?

Ich habe es in meinem Beirag Tiere essen? schon mal anzuschneiden versucht. Wie schizophren ist unser Verhältnis zu den Tieren? Einerseits haben wir unsere Haustiere, die wir vergöttern bis zum geht nicht mehr. Auf der anderen Seite sind da die Nutztiere.

Zu diesen und eben auch zu deren "letzten Reise" sei noch eine letzte Bemerkung erlaubtl. Wenn diese Tiere sprechen könnten, dann würden sie uns zurufen (resp. zumuhen): "Vielen lieben Dank, dass Ihr nicht den EU-Standard übernehmt, sondern uns noch ein kleines bisschen Würde lasst und uns unsere letzte Reise so kurz und angenehm wie irgend möglich gestaltet." Hat irgendwas mit Würde und Zivilisation zu tun.

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