1:12 Initiative führt die Schweiz in eine Gesellschaft von Leiharbeitern.

Gemäss den derzeitigen Informationen beziehen rund 2500 Personen sogenannte Abzockerlöhne in der Schweiz und wären nach Annahme der Initiative nicht einmal merklich betroffen.

Um in den fragwürdigen Genuss eines sogenannten Abzockergehalts zu kommen, bedarf es einer bestimmten Firmengrösse, welche in der Schweiz, meist auch dank der exportorientierten Wirtschaft multinational tätig ist.

Wird die Lohnobergrenze staatlich verordnet, wie dies die Abzockerinitiative gerne will, so können die Grossverdiener ihre Lohntüte sehr einfach in ein anderes Länd verlagern, dies ohne ihren Wohnsitz zwingend zu verändern.

Es bedarf lediglich einem ausländischen Firmensitz, welcher meist so oder so schon besteht. Das gute daran wäre, dass die Steuern sogar hier im Lande bleiben würden.

Von den Soizalabgaben profitiert dann allerdings ein anderes Land.

Sind die Lohnexzesse im Rahmen, werden alle Tätigkeiten im Niedriglohnbereich ausgelagert. Für Reinigungsarbeiten, womöglich einfachere Sekretariatsarbeiten und andere wichtige Dienstleistungen werden kurzerhand externe Firmen beauftragt.

Dadurch schlagen die Niedriglöhne nicht mehr als Lohnzahlung zu Buche und können als externe Dienstleistungen ausgewiesen werden.

Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass die ausgelagerten Arbeitskräfte selten von einem Gesamtarbeitsvertrag geschützt werden.

Da hilft auch die Mindestlohninitiative wenig. Die Annehmlichkeiten zusätzlicher Leistungen wie Lohnfortzahlungen bei Krankheit und Unfall wird auf das gesetzliche Minimum beschränkt.

Von weiterbildenden und fördernden Massnahmen, wie das in grösseren Betrieben üblich ist, könnten gerade die Mitarbeiter nicht profitieren, welche das grösste Bedürfnis dazu haben.

Da wo solche Auswege nicht möglich wären, verlagert man kurzerhand ganz ins nahe Ausland.

Man muss bedenken, dass extensive Abzocker kaum die nötige Moral mitbringen, um sich für das Wohl ihrer Mitarbeiter einzustehen. Das meint auch der FDP Parteipräsident, - mit etwas anderen, aber zutreffenden Worten (eher im Analbereich) -

Also aufgepasst: Alle welche gegen solche staatliche Eingriffe sind und damit liebäugeln eine JA-Proteststimme einzulegen um ein Zeichen zu setzen könnten mit dem Feuer spielen.

Überzeugte Ja-Stimmen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, zumal dieses JA von sozial denkenden Mitbürgern unterstützt wird.

Also bitte, legt für einmal ein NEIN zur 1:12 Initiative ein und wartet ab, bis besser durchdachte Initiativen kommen.

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