Eigenverantwortung in der Vorsorge stärken!

Unsere Altersvorsorge befindet sich in der Schieflage: Die Verzinsung des AHV-Fonds und der angesparten Pensionskassengelder sind auf ein historisches Tief gesunken. Somit gibt es nur eines: Die Eigenverantwortung in der Altersvorsorge muss gestärkt werden!

Vor allem junge Familien aus dem Mittelstand wissen, dass die Vorsorgewerke Probleme haben, ihre Leistungen langfristig zu finanzieren. Sie versuchen diesem Defizit mit Beitragen in die 3a-Vorsorge entgegenzuwirken.

Im Reformpaket Altersvorsorge des Bundesrates sucht man jedoch vergeblich nach wirksamen Massnahmen, welche das eigenverantwortliche Sparen in der 3. Säule stärken. Mit einer Motion habe ich eine Erhöhung der steuerbefreiten 3a-Vorsorgebeiträge gefordert, denn damit könnte das gesamte System gestärkt werden. Unverständlich, dass der Bundesrat meiner Motion eine Absage erteilt hat!

Mit einer weiteren Motion habe ich auch für mehr Eigenverantwortung bei öffentlich-rechtlichen Pensionskassen einzelner Kantone plädiert, welche im Rahmen des NFA (Nationaler Finanzausgleich) als Nehmerkantone gelten. Denn während die Pensionskassen der meisten Geberkantone ihr Rentenalter auf 65 angepasst haben, sieht das bei den Nehmerkantonen anders aus.

So leistet sich zum Beispiel Bern für eine bestimmte Gruppe seiner Versicherten nach wie vor das Pensionsalter 63. Die Solidarität der Geberkantone darf so nicht weiter überstrapaziert werden! Die Kantone müssen beim Ausbau der Leistungen ihrer Pensionskassen künftig zurückhaltender sein. Auch hier: Unverständlich, dass der Bundesrat hier die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Die FDP wird weiter für eine eigenverantwortliche Altersvorsorge kämpfen!

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