Gesunde Anreize statt Subventionen!

Heute werden ganze Heere von Beamten damit beschäftigt, Einschränkungen für Subventionen zu formulieren und zu überprüfen. Schliesslich wird für die Lenkung das Mehrfache von dem verschleudert, was sie der Wirtschaft an Nutzen bringt. Diese Fehlkonstruktionen gilt es zu vermeiden.

Die Politik müsste sich fragen, was Unternehmer für Ziele verfolgen: Da ist mit Sicherheit das Ziel Gewinn zu erarbeiten und davon einen möglichst grossen Anteil behalten zu können. Die meisten Unternehmer investieren grosse Beträge, nur um den steuerbaren Gewinn zu reduzieren, selbst wenn die getätigten Investitionen nicht den vollen Gegenwert bringen. Das ist volkswirtschaftlicher Unsinn.

Es wäre sinnvoll die Lenkungsinteressen des Staates mit steuerbefreiten Gewinnanteilen zu verfolgen. Dies würde dem Unternehmer ermöglichen, einen Gewinnanteil auszuweisen, ohne ihn mit nur halbwegs sinnvollen Investitionen vor dem Staat zu verstecken. Dadurch würden den Unternehmerinteressen Rechnung getragen, und der Staat könnte seine Lenkung wahrnemen ohne Geld dafür zu verschleudern. Das Ganze liesse sich mit minimalstem Aufwand administrieren. Eine Selbstdeklaration mit den begründeten steuerfreien Gewinnanteilen würde genügen. Wie andere Angaben würde diese Stichprobenweise überprüft. Diese effzienten Anreize für Betriebe könnten dem Unternehmer etwas bringen ohne den Staatshaushalt mit Leerlauf zu belasten.

Beispiel:

Der Staat möchte Stellen schaffen und erhalten:
Betriebe dürfen pro Mitarbeiter der am 31.12. im Steuerjahr angestellt ist Fr. 1000.- steuerfreien Gewinn ausweisen.

Der Staat möchte Lehrstellen fördern:
Betriebe können pro Lehrstelle Fr. 1000.- steuerfreien Gewinn ausweisen.

Der Staat möchte die Ausbildung kaufmännischer Lehrlinge fördern
Betriebe können pro KV-Lehrling im ersten Lehrjahr Fr. 2000.- steuerfreien Gewinn ausweisen.

Der Staat möchte die Stellen für Personen sicherstellen:
Betriebe können für alle Mitarbeiter zwischen 60 und 65 Jahren Fr. 500.- steuerfreien Gewinn ausweisen.

Die Meier AG mit 10 Angestellten und 3 KV-Lehrlingen wovon einer im ersten Lehrjahr ist kann bei einem erzielten Jahresgewinn von Fr. 30'000.- folgende Abzüge am steuerbaren Gewinn machen:

Fr. 13'000.- für die Arbeitsplätze (10+3)
Fr. 3'000.- zusatzlich für die Lehrstellen
Fr. 2'000.- zusätzlich für den neuen KV-Lehrling
Fr. 1'500.- je Fr. 500.- für die 3 Mitarbeiter welche zwischen 60 und 65 Jahren sind

Der Betrieb muss also nur noch einen Gewinn von Fr. 10'500.- versteuern.

Ohne das Lenkungssystem wäre der Anreiz für den Unternehmer gross, den Gewinn durch nur halbwegs sinnvolle Investitionen zu reduzieren, um eine Steuerersparnis zu erreichen. Das heisst, dass mit dieser Lenkungsmethode gar keine grossen Steuerausfälle zu erwarten sind. Sie ist sinnvoll für alle Beteiligten:
Die Unternehmer haben mehr vom erarbeiteten Gewinn
Es werden vermehrt Arbeitsplätze und Lehrstellen geschaffen
Der Staat hat keine zusätzlichen Auslagen und nur minimale Steuereinbussen
Das Lenkungssystem lässt sich sehr flexibel neuen Gegebenheiten anpassen

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