Schweizer Räte retten Pistenfahrzeuge...

Beim Lesen der Teilbefreiung aller Pistenfahrzeuge in der Schweiz von der Mineralölsteuer, dachte ich zuerst an einen Witz. Aus dem angeblichen Witz wurde dann ein schlechter Witz und am Schluss traurige Gewissheit, dass dies der Realität entspricht. Diesem Subventionsbegehren haben übrigens nicht die linken Parteien zugestimmt, sondern CVP, FDP und SVP. Marktwirtschaft? Keine Staatseingriffe? Mitnichten. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft oder besser gesagt die enge Beziehung zu einigen Lobby-Organisationen. Wobei gerade in schwierigen Zeiten – Stichwort Eurokrise – werden solche Entscheidungen massiv unterschätzt. Was wäre beispielsweise passiert, wenn die Politik die Pistenfahrzeuge nicht von der Mineralölsteuer teilbefreit hätte? Eventuell Outsourcing an internationale Günstiganbieter? Vielleicht hätten die Pisten plötzlich wieder von Menschenhand mit Schaufeln bearbeitet werden müssen. Die bürgerlichen Parteien aber haben hier definitiv weitsichtig agiert. Schliesslich sind die Pistenfahrzeuge too big to fail, was einen ordnungspolitischen Sündenfall in jedem Falle rechtfertigt.

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