ASP erschwert die Ausbildung zur Pflegefachperson HF im Kanton Bern

Das der Kanton Bern sparen muss ist klar und wird auch vom BZ Pflege akzeptiert. Doch sollten die Massnahmen die Massnahmen nicht verhindern, dass diese Ausbildungsstätte ihren Auftrag durchführen kann. Dies geschieht aber, wenn der Standort Thun wirklich geschlossen werden sollte. Der Campus in Ausserholigen kann nicht alle Studierende fassen, also müsste man schon eine Erhöhung in Betracht ziehen oder Räume zumieten. Wie soll so Geld gespart werden. Sonst müsste man Leute abweisen oder vertrösten, welche diesen Beruf ergreifen wollen.

Dies ist nur einer der Gründe, weshalb der Studierendenrat sich entschieden hat eine Petition ins Leben zu rufen. Die gesammelten Unterschriften wollen wir ende Oktober verschiedenen Grossräten übergeben. Dabei geht es uns nicht um den Sparauftrag an der Schule, sondern um die Schliessung des Standortes Thun. Die BZ Pflege ist bereit auch zusätzlich ihren Teil zum Sparprogramm beizutragen.

Der Text der Petition findet ihr unten angefügt. Sollte jemand unterschreiben wollen so sende ich ihm gerne den Text und eine Unterschriftenliste zu. Um den Effekt der Petition zu verstärken sind wir dankbar über jede Unterschrift von Einwohnern des Kanton Berns welche mindestens 18 Jahre alt sind.

"Die Unterzeichnenden fordern den Kanton Bern auf:

o Die Schliessung des Schulstandortes Thun des Berner Bildungszentrums Pflege (BZ Pflege) aus dem ASP Plan wieder zu entfernen. Und zwar aus folgenden Gründen:

o Die Aussage, dass die Studierenden problemlos im Campus untergebracht werden können, stimmt so nicht. Es müssten zusätzliche Räume angemietet werden. Das Sparpotential ist daher nicht gegeben. Zudem dauert der Vertrag mit dem Spital Thun noch bis 2017 und kann nicht vorzeitig aufgelöst werden. Die Miete müsste also ohnehin bezahlt werden.
o Die Studierenden, welche das Schulsemester in Thun absolvieren, kommen aus der Region oder aus dem Kanton Wallis. Müssten sie neu ihr Schulsemester in Bern absolvieren, wäre der Reiseaufwand viel grösser und das knappe ÖV Angebot würde noch mehr belastet.
o Die Lehrpersonen unterrichten heute schon an beiden Standorten. Es gibt also auch hier kein Sparpotenzial.
o Das BZ Pflege benötigt seit 2010 schon 2.5 Mio. weniger Unterstützung vom Kanton. Seit 2009 sind es sogar 4.4 Mio., welche eingespart wurden. Wie man sieht, ist das BZ Pflege also schon lange am Sparen. Schafft es das BZ Pflege weiterhin, so gut zu wirtschaften, würde es ohne die Schliessung des Standortes Thun die Vorgaben fast erfüllen können.
Zudem hat das BZ Pflege nicht den ganzen zugesprochenen Kredit für den neuen Campus in Ausserholligen gebraucht. Wo sind die ungenutzten 2.6 Mio. hingeflossen?
o Es heisst immer wieder, dass in der Pflege bald sehr viele Angestellte fehlen werden. Dies besonders im Bereich der dipl. Pflegefachleute HF. Daher ist es fragwürdig, gerade hier, bei der einzigen Institution, welche solche Fachleute ausbildet, die Kapazität zum Ausbilden zu verkleinern.

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Den Unterzeichnenden ist klar, dass der Kanton Bern sparen muss und das BZ Pflege ist auch bereit, da mitzuhelfen. Doch sollte dies in einem Rahmen geschehen, welcher nicht die Kapazität und die Qualität des BZ Pflege in Frage stellt. "

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