Ja zur Vignette im Interesse der Strasse

Wer für bessere und sicherere Nationalstrassen ist, sagt Ja zur Vignetten-Vorlage. Auf diese einfache Formel lässt sich die Abstimmung vom 24. November herunterbrechen.

Mit der Vignetten-Vorlage soll das Nationalstrassennetz um rund 400km erweitert werden und im Gegenzug der Preis der Vignette von 40 auf 100 Franken steigen. Auch wenn niemand gerne Gebühren zahlt, in diesem Fall ist es das wert.

Wie Doris Leuthard diese Woche erklärt hat (Link), wird die Erweiterung des Nationalstrassennetzes zu einer Verflüssigung des Verkehrs und zu mehr Sicherheit auf den Strassen führen. Die Vorlage leistet auch einen Beitrag zum nationalen Zusammenhalt, indem die Randregionen besser mit den Bevölkerungszentren verknüpft werden (z.B. im Tessin die Strecke Locarno-Bellinzona).Künftig sollen alle Kantonshauptorte an das Nationalstrassennetz angeschlossen sein.

In Zukunft sollen alle Strassen von nationaler Bedeutung aus einer Hand, dem Bund, unterhalten werden. Dies ist wichtig, weil Nationalstrassen einen weit höheren Standard aufweisen als kantonale Strassen: Der Veloverkehr z.B. kann durch eigene Anlagen vom Autoverkehr getrennt und der Autoverkehr vermehrt richtungsgetrennt geführt werden.

Aber nicht nur das: Ein Ja am 24. November garantiert auch, dass wichtige Neubauprojekte umgesetzt werden können. Vorgesehen sind zahlreiche Umfahrungen von Dörfern, um die Bewohner vom Durchgangsverkehr zu befreien. Wichtig ist ebenso, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Autobahnen im Raum Lausanne-Morges und im Zürcher Glattal vom Stau zu entlasten. Wird die Vignetten-Vorlage hingegen abgelehnt, steht in den Sternen, wann all diese Pläne umgesetzt werden können. Die Kantone selbst haben kein Geld, um die nötigen Erweiterungen zu finanzieren – ausser sie erhöhen die Steuern.

Auch wenn Gebührenerhöhung unschön sind: Nicht vergessen werden darf, dass sich die Fahrleistung auf den Nationalstrassen in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat – und der Preis der Vignette seit 18 Jahren stabil ist. Das Autofahren in der Schweiz ist im internationalen Vergleich weiterhin günstig. Deshalb bin ich bereit, für die Vignette in Zukunft 60 Franken mehr auszugeben – und dafür von besseren Strassen zu profitieren.

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