Volksvertreter als Anti-Konsumentenschützer...Wenn Grüselbeizen irgendwie wichtiger sind als der Gast...

Transparenz ist heute teilweise zu einem Modewort verkommen, trotzdem ist Transparenz in einer Marktwirtschaft von enormer Bedeutung. Schliesslich soll und muss jeder Konsument täglich aus verschiedenen Angeboten auswählen und dafür benötigt er die Information. Stellen Sie sich vor, alle Fleischverpackungen in der Selbstbedienungstheke wären im Lebensmittelgeschäft „nur“ mit Fleisch ausgezeichnet. Natürlich hätten Sie dann noch die Möglichkeit eine Verkäuferin zu fragen, dann aber wäre die Selbstbedienungstheke ad absurdum geführt. Im Lebensmittelbereich gibt es wie auch in allen anderen Bereichen unseres Lebens gute und schlechte Beispiele. Der Ständerat hätte es in der Hand gehabt, hier für mehr Transparenz zu sorgen und den Konsumenten gegenüber so genannten Schmuddelbeizen besser zu schützen. Überall werben Firmen mit Zertifikaten, doch in einem der sensibelsten Bereiche soll der Gast nicht mal einmal die Möglichkeit haben, auf Nachfrage hin das Hygienezertifikat des Lebensmittelbetriebes zu sehen. Einer Mehrheit des Ständerates scheint der Schutz von schwarzen Schafen wichtiger zu sein, als der Schutz der Konsumenten. Wer die Eigenverantwortung des Bürgers einfordert, der muss entsprechend Transparenz und Information fördern, damit der Einzelne Verantwortung übernehmen kann. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir in der Gastronomie ein Überangebot haben. Hygiene ist ein sehr starkes Qualitätsmerkmal im Umgang mit Lebensmitteln, mehr Transparenz würde definitiv dazu führen, dass sich Qualität noch mehr etablieren würde und die schwarzen Schafe vom Markt verschwinden. Da kann eigentlich niemand etwas dagegen haben, ausser 24 Ständeräte und die mangelhaften Betriebe.

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