Wo bleibt die Unterstützung für Lehrabgänger?

Die meisten Lehrabgänger und Lehrabgängerinnen stehen vor einem ganz entscheidenden Problem, wo gegen bisher kaum etwas getan wurde, der Übergang von der Lehre ins aktive Berufsleben.

Man hört diesbezüglich oft, dass das vor 10 oder auch 20 Jahren nicht anders war, aber durch die Personenfreizügigkeit, Bologna-Reform und andern Veränderungen ist der Arbeitsmarkt nicht mehr mit dem von damals zu vergleichen. Es herrscht daher heute ganz klar ein Bedürfnis, nach Massnahmen um diesen Übergang von der Lehre in die Arbeitswelt erleichtert.

Die Lernenden welche weiterhin von Ihrem Lehrbetrieb beschäftigt werden, haben Glück, doch ein nicht zu verachtender Teil, muss sich eine neue Anstellung suchen. Dies wird Ihnen alles andere als leicht gemacht. Schaut man sich die heutigen Stellenanzeigen an, scheint es als suchen alle einen/eine 20-Jährige/n mit 10 Jahren Berufserfahrung. Sachbearbeiterstellen im kaufmännische Bereich, benötigen plötzlich einen Bachelorabschluss, ich frage Sie wohin soll das alles noch führen?

Sind unsere Lehrabgänger den nicht gut genug?

Man lobt immer wieder unser duales Bildungssystem, was ich absolut unterstütz, es ist ja auch eine gute Sache. Aber es bringt nichts weiterhin das Model zu fördern ohne die Situation der Lehrabgänger auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Daher ist es dringend an der Zeit die Arbeitgeber und vor allem die ausländischen mit Sitz in der Schweiz für diese Model zu sensibilisieren. Sie wissen meist nicht einmal was eine Lehre ist, wie viel ein solcher Lehrabgänger eigentlich alles leisten kann.

Daher braucht es Programme die diese Akzeptanz fördern und die Lehrabgänger in der Stellensuche aktiv unterstützen bspw. in Form eines Coachings.

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