Das Rückgrat des Gesundheitswesens soll zu teuer sein, mind. wenn es nach einem Artikel aus der Handelszeitung geht.

Gemäss Andreas Vogt von Roland und Berger ist unser Gesundheitssystem gegenüber anderen in Europa zu teuer. Neben Löhnen und anderen Preisverhältnissen wird dabei vor allem das "zusätzliche" Personal in Schweizer Spitälern als Kostentreiber angeführt. Ginge es nach Andreas Vogt könnten 20 bis 30% beim Personal eingeschränkt werden.

Fassen wir also einmal Fakten von Seiten des Pflegepersonals zusammen:

  • Die durchschnittliche Verweildauer im Beruf beträgt 10 bis 15 Jahre
  • Im Gesundheitswesen allgemein vor allem in den Spitälern werden seit Jahren Prozesse optimiert. Jedoch stoss man auch hier an Grenzen.
  • Berichte aus den Nachrichten und von deutschen Berufskollegen zeichnen ein deutlich anderes Bild von der dortigen Situation. Sei es alleine bei der Arbeitsbelastung um nur ein Bespiel zu nennen.
  • Hinzu kommt das Behandlungs- und Betreuungsprozesse nicht beschleunigt werden können. Hier hat der Mensch nicht die komplette Kontrolle.
  • Die Qualität kann nur behalten werden, wenn auch genügen Personal vorhanden, was bereits heutzutage (ohne den Artikel) häufig nicht mehr möglich ist.

Und falls Sie mir nicht glauben. Reden Sie mit dem Pflegepersonal, schauen Sie sich die Stelleninserate der verschiedenen Kliniken an und dann Fragen Sie sich, was Sie davon halten.

Stellen Sie sich auch die Frage, wie Sie betreut werden möchten, falls Sie es noch werden.

Artikel der Handelszeitung

Reaktion des Schweizerischen Berufsverbandes für Pflegefachfrauen/-männer SBK

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