Wo leben wir eigentlich?

Es gibt im Leben immer zwei Sei­ten: Die Scheiss­seite und die gute Sei­te. Tut mir leid, bre­che ich das total sub­til her­un­ter. Ge­nauso ist es mit den Gefühlen. Es gibt ein Scheissgefühl und dann wie­der ein Gefühl, dass uns auf­baut, Mut macht. Was aber zur Zeit in der Schweiz abläuft, ist eher dem Scheissgefühl zu­zu­ord­nen als der guten Sei­te. Po­li­ti­ker sind Mem­men wie noch nie, Justizbehörden Feig­linge wie schon immer und Ver­wal­tun­gen ar­bei­ten willkürlicher denn je. So kann man die Si­tua­tion in un­se­rem Lande in einem Guss zu­sam­men­fas­sen. Nichts – aber auch gar nichts greift in­ein­an­der, son­dern ist an Ver­lo­gen­heit, Aus­re­den, Kom­pe­ten­zen ver­schie­ben und sich der Ver­ant­wor­tung drücken nie so eindrücklich zu sehen wie jüngst im Tötungsfall Genf. Schlimm ge­nug, wird eine Frau mit einem mehr­fa­chen Ver­ge­wal­ti­ger in einen Frei­aus­gang ge­schickt und dabei er­mor­det auf­ge­fun­den. Schlimm ge­nug, ist eine junge Mut­ter mit so viel En­ga­ge­ment ein­fach so er­mor­det wor­den – in un­se­rem Land – einem Land, wo po­li­tisch die Si­cher­heit hoch­ge­hal­ten wird. Wird sie es? Nein! Unser Land wird ge­op­fert, ver­rot­tet, ver­spielt und zer­re­det. Von So­zi­al­ro­man­ti­ke​rn, von ge­sichts­lo­sen Po­li­ti­kern, Kom­pro­mis­sen wo sie nicht hingehören, von Pro­pa­gan­da­me­dien​ zerstückelt, se­ziert wie der Fall an sich ge­sche­hen ist. Im Bun­d/­Tagi kann man zu den jüngsten Vorfällen nicht mal Stel­lung be­zie­hen, das TA-­Me­dien­mo­no­pol​ zeigt seine ein­sei­tige Fratze wie­der mal in aller Deut­lich­keit. Wo leben wir eigentlich? Wer macht uns noch Mut? Dass wir uns aufzuraffen haben und für unseren Staat arbeiten sollen? Für was denn? Für die Versager in unserem Parlament? Für was genau? Für wen?

Resignation?

Groll, Wut, Enttäuschung und eben auch Hilflosigkeit macht sich im Volk breit, nistet sich ein in einem Akt der Resignation. Was kann man denn noch tun, wenn nicht mal die Medien ihre Kontrollfunktionen wahrnehmen? Zündfunke Genf sage ich dem! Ich denke, jetzt muss auch den Menschen die wegschauenden Augen aufgegangen sein, die sonst verächtlich irgend einer Partei die Schuld gaben, die polternd den Pöbel mobilisierten. Es geht aber nicht nur um genau jene Partei, die ich nicht anszusprechen muss, sondern es geht um uns. Was passiert eigentlich hier genau? Die Medien sind nicht mehr Abonnentenabhängig wie vor 20 Jahren sondern werden noch von paar Grosskonzernen gesteuert. Es geht nicht mehr um einfach „wir haben eine „Konsenspolitik“ sondern es geht um viel mehr! Es geht um uns alle! Es gibt keine Politiker mehr! Es gibt nur noch von der Lobby gesteurten Politiker. Es gibt keine freie Medien mehr! Es gibt nur noch Sprachrohre der Lobby. Wir, der Souverän, sind eigentlich nur noch der Rest, der sich gegen das alles auflehnt. Ich weiss noch, als der „Blick“ vor paar Jahren eine Pedition gegen Kampfhunde einreichte. Ein kleiner Windstoss war das, passiert ist nichts seither. Genauso läuft es in der Schweiz. Niemand wehrt sich, niemand geht auf die Strasse und niemand schert sich um das, was sich abspielt. Das Volk wird mürbe gemacht und das ist politisch gewollt. Das ganze Theater in Bundesbern ist eine einzige Inszenierung. Es wird sich nie etwas ändern und die Medien steuern den politischen Einfluss sehr gekonnt. Sie, die Medien, unterliegen einer noch viel grösseren Zensur als es der ungarische Ministerpräsident Orban eigentlich wollte nur wird es schöngeredet. Wir, die westlichen Medien sind ach so frei! Pustekuchen! Kein westliches Medium ist mehr frei nicht mal unsere, in der Schweiz. Das Schweizer Fernsehen kann seine einseitige Politik doch nur vertreten weil wir ALLE Gebühren bezahlen müssen und die Politiker in Bern das auch noch befürworten unter dem Deckmantel des „Service Public“ dabei gibt es diesen „Public“ gar nicht mehr – es gibt nur noch „De Weck“. Das alles liebe Leser müssen wir schlucken ob wir wollen oder nicht. Ich könnte noch zig Beispiele aufzählen aber kümmern? - Kümmern tut sich kein Mensch darum hier. Uns geht es immer noch viel zu gut! Es ist ein Jammer! Nichts hat funktioniert und was wir vorgesetzt erhalten, ist ein Stück Fleisch auf das sich alle werfen dabei liegen die Probleme viel tiefer. Schengen? Nicht funktionert! Verträge mit der EU? Reinfall! Gesundheitspolitik? Pleitepolitik! Unser Parlament? Nicht der Rede wert! Für uns? Hier? Wird geschaut? Für den Mittelstand? Vergessen! Alles nur Schmierenkomödie veranstaltet mit Steuergelder! Wissen Sie was mich am meisten verwundert? Kein einziger Parlamentarier schämt sich dafür und nimmt sein Honorar ohne schlechtes Gewissen und das ist die Pleite an unserer Gesellschaft. Danke!

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