Bürgerlicher Sparwahn auf dem Rücken der ärmsten SchweizerInnen

Die Sozialhilfekürzungen der Berner bürgerlichen sind zynischer Sparwahn auf dem Rücken der ärmsten. Sozialhilfebzüger sind keine arbeitsscheuen Sozialschmarotzer, wie von rechter Seite gerne kolportiert, sondern in erster Linie Menschen in Notlage, oft genug alte ArbetnehmerInnen, welche mit 50 oder älter keine Stelle mehr finden (wie in dieser Zeitung zu lesen war). Andere sind alleinerziehende Eltern, die in Anbetracht fehlender KiTa-Plätze und Tagesschulen (welche von bürgerlicher Seite bekämpft werden) nicht arbeiten können. Sie sind gezwungen ihre Kinder zu hüten statt zu arbeiten und somit von der Sozialhilfe abhängig.

Hinzu kommen die vielen ArbeitnehmerInnen, die trotz Arbeit aber wegen fehlendem Mindestlohn auf einen Zustupf von der Sozialhilfe angewiesen sind, um überhaupt die Grundbedürfnisse abzudecken.

Dass die bürgerlichen im Grossen Rat die Kürzungen mit der finanziellen Notlage des Kantons begründen ist verlogen. Die Notlage scheint schliesslich nicht schlimm genug, um nicht die eigenen Saläre zu erhöhen. Allein die SP hat sich hier für eine Korrektur eingesetzt.

Gleichzeitig kämpfen die bürgerlichen konsequent gegen Steuerinspektoren und eine effektive Bekämpfung der Steuerhinterziehung, welche laut Schätzungen im Kanton rund eine Millarde Franken umfasst. Lieber ruhen sich die Parlamentarier und die von Ihnen dominierten wirtschaftlich schwachen Gemeinden im Netz der Bundesgelder aus und belasten damit den Ruf unseres Kantons im Land. Leider sorgen sich die arbeitsscheuen Rechten in unserem Kanton somit weder um alte noch um bedürftige SchweizerInnen, sondern nur um das Wohlergehen irgendwelcher Steuerdiebe.

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