Es geht um 24 TANKSTELLEN - nicht um die 24-STUNDEN-GESELLSCHAFT! Ein kleins Missverständniss mit lächerlichen Folgen...

Die Angst

Am 22. September stimmen wir daüber ab, ob landesweit 24 Tankstellenshops in der Nacht weiterhin ein Verkaufsverbot für einen Teil ihres Sortiments erhalten oder nicht.
Die Gegner der Vorlage laufen sturm: sie meinen genaustens zu sehen was die Folgen dieser Abstimmung sein werden: die 24-Stunden-Gesellschaft wird eingeführt! Arbeitnehmer, vor allem Mütter und Väter kleiner Kinder, werden von den Arbeitgebern zur Nachtarbeit gezwungen. Alle Konsumentinnen und Konsumenten beginnen rund um die Uhr überall einzukaufen. Der Sonntag als heiliger Ruhetag wird abgeschafft, die Gesellschaft wird zerbersten und das ganze Volk an den schädlichen Folgen der Nachtarbeit erkranken.

Wer liesst, weiss mehr...

Wer sich die Mühe gemacht hat die ganzen vier Zeilen des einen Gesetzesartikels zu lesen, über den wir abstimmen, der hat auch gesehen, dass am Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht die kleinste Schraube gelockert wird. Es geht bei dieser Vorlage einzig und allein um die Aufhebung der Sortimentsbeschränkung, die es bis heute Tankstellenshops verbietet zum Beispiel ein Sixpack Bier zu verkaufen - sechs einzelne Bierdosen jedoch dürfen verkauft werden.

Der 24-Stunden-Arbeitstag: eine ganz andere Wurst

Es ginge bei dieser Abstimmung eigentlich ja nicht um die Vorlage selbst, sondern darum ein Zeichen zu setzen, argumentieren einige Gegner. Nun, die Abstimmungsvorlage beinhaltet jetzt aber nicht die Frage nach einem Zeichen zum 24-Stunden-Arbeitstag, sondern einzig und allein die Vorlage bezüglich der Sortimentsbeschränkung. Wir können ja sonnst einmal einige Volksabstimmungen über Zeichen zu diesem und jenem durchführen wenn das Bedürfniss da ist...
Um ein Zeichen geht es hier nun aber nicht, sondern um einen Gesetzesartikel! Das Thema 24-Stunden-Arbeitstag und Sonntagsarbeit ist eine ganz andere Wurst und wird dereinst Gegenstand einer anderen Volksabstimmung sein.

Über die Vorlage vom 22. September abzustimmen und dabei über die 24-Stunden-Gesellschaft zu debatieren ist etwa das selbe, wie eine Bratwurst zu essen und zu meinen sie sei ein Cervelat!

Darum am 22. September klar und unmissverständlich JA zur längst überfälligen Anpassung des ArG!

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