Nein zur Unsicherheitsinitiative: Bedrohungen durch Krisen und Katastrophen sind unberechenbar und können nur mit einem flexiblen Armeemodell bewältigt werden.

Nach meh­re­ren missglückten Ver­su­chen star­tet die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GS­oA) einen wei­te­ren An­griff auf unser Ar­mee­mo­dell. Am 22. Sep­tem­ber stim­men das Volk und die Stände über die Volks­i­ni­tia­tive zur Auf­he­bung der Wehr­pflicht ab. Diese Un­si­cher­heits­i­ni​­tia­tive rüttelt am Er­folgs­mo­dell Schweiz und muss somit ab­ge­lehnt wer­den.

Der Wirtschaftsstandort Schweiz zieht einen grossen Teil seiner Attraktivität aus der Stabilität und Sicherheit des Landes. Sicherheit ist keine Selbstverständlichkei​t, sondern eine nationale Aufgabe. Aber ohne geeignete Mittel kann dieser Auftrag nicht umgesetzt werden. Die Initiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) möchte die Milizarmee abschaffen, eine Berufsarmee verhindern und im Gegenzug eine freiwillige Milizarmee einführen. Es ist jedoch illusorisch, zu glauben, eine freiwillige Milizarmee könne die Sicherheit unseres Landes gewährleisten. Ohne Wehrpflicht läuft die Armee in Gefahr, zu wenig und vor allem qualitativ minderwertiges Personal zu rekrutieren.

Die Abschaffung der Wehrpflicht gefährdet die Schweiz

Die Kombination von Wehrpflicht und Milizsystem ist gemäss dem Bundesrat noch immer „das beste, weil effizienteste und wirksamste Armeemodell für die Schweiz“. Die Herausforderungen in Bezug auf die Sicherheit sind heute vielfältiger und weniger fassbar geworden. Das Schweizer Armeemodell ermöglicht eine flexible Anpassung der Truppenstärke bei Bedrohungen der inneren Sicherheit im Kriegsfall sowie bei Grossereignissen wie Terroranschläge. Die Schweizer Armee beschützt das Land jedoch nicht nur bei direkten Angriffen, sondern übernimmt auch bei Katastrophen eine wichtige Rolle in der Unterstützung der Feuerwehr, der Sanität und des Zivilschutzes und sie hilft der zivilen Behörde bei der Bewältigung von Notlagen.

Die Initiative ist ein Angriff auf das Erfolgsmodell Schweiz

Die Wehrpflicht und das Milizprinzip machen den Schutz des Landes und der Bevölkerung zur gemeinsamen Aufgabe aller Schweizer Bürger. Dieses Solidaritätsmodell stärkt den Zusammenhang in der Gesellschaft und stärkt letztlich die Stabilität der Schweiz. Die Wehrpflicht wird von der GSoA als „massive Freiheitsberaubung für junge Männer“ abgetan. Jedoch lernen die jungen Leute während der Grundausbildung viele nützliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Pflichtbewusstsein sowie körperliche und geistige Belastbarkeit. Die Förderung solcher Eigenschaften erhöht nicht nur die Erfolgschancen des Einzelnen im Berufsleben, sondern prägt den Arbeitsmarkt als Ganzes und stärkt damit die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz.

Die Abschaffung der Wehrpflicht durch die Unsicherheitsinitiati​ve am 22. September rüttelt an den Grundfesten unseres Staates und muss somit abgelehnt werden.

13 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.