Wir Autofahrer von Seldwyla danken dem Kanton Zürich für seinen Einsatz, aber eben...

Die Stadtzürcher (und andere) Autofahrer sind froh, dass sie auf vielen Hauptrouten durch die Stadt den Kanton als Eigentümer der Strasse hinter sich wissen. Dadurch hat es gewisser allzu ambitionierter Unsinn der Rot-Grünen Stadtregierung (Tempo 30 in der Nacht und auch auf Hauptstrassen) etwas schwerer, sich durchzusetzen.

Allerdings wurde seinerzeit leider die Städteinitiative angenommen (in erster Linie darum, weil viele SVP-Wähler zu blöd waren, auch die Stichfrage zu beantworten); so kann man der Stadt eigentlich gar keinen Vorwurf machen, wenn sie versucht den Volkswillen durchzusetzen.

Zum Glück hat eben oft noch der Kanton ein Wörtchen mitzureden und ja, er soll dies bitteschön auch tun. Aber eben, bitte nicht die Kavallerie auffahren für einen Prozess, der a.) in seinem Ausgang eh klar war und b.) dessen Inhalt eigentlich nicht das Problem darstellt.

Für Nichtzürcher kurz zur Info: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Nach-Sieg-um-Spurabbau-Stadtpraesidentin-Mauch-will-nicht-emotionalisieren/story/17647223

Dieser Spurabbau ist faktisch kein Spurabbau, da die Geradeausstrecke seit der Limmatquaisperrung eh fast überflüssig wurde.

Was will ich eigentlich sagen? Bitte liebe Kantonsregierung, versucht nicht ein paar bürgerliche Wählerstimmen der Stadt zu retten, indem Ihr auf blinden Aktivismus macht. Sondern wehrt Euch dort, wo es Sinn macht und wo sogar der eine oder andere eingefleischte Nichtautofahrer sich an den Kopf greift (spontanes Beispiel, welches aber wohl leider nicht in Eure Zuständigkeit fiele: http://www.politnetz.ch/artikel/18087/kommentar/237521#kommentare). Nur so haben wir Autofahrer in Seldwyla noch Hoffnung. Wir zählen auf Euch. Wir lieben unsere Stadt und ja, wir lassen sie uns nicht kaputtmachen. Auch wenn durch diverse Verkehrsberuhigungs- massnahmen (etwa an der Weststrasse) sich viele Mieter ihre alte Wohnung nicht mehr leisten können und dann in die Agglomeration ziehen müssen.

Eine Stadt wurde immer an einer Verkehrsachse gegründet, in früher Zeit meist an einem Fluss. Dies bedeutete Wohlstand und Zukunft und ja, ein Auskommen auch für den einfachen Arbeiter. Schade, dass dies immer mehr vergessen geht...

Konkrete Themen, die keine Ressourcenveschwendung Eurerseits darstellten und umso wichtiger wären: Tempo 30-Skandal an der Breitensteinstrasse / Am Wasser, Rosengartentram, Waidhaldentunnel, Parkplatzkompromiss (war dieser wirklich so gedacht?), P&R? Wie steht es mit diesem sogenannten Parkplatzüberhang? Ich kenne etliche Kleinbetriebe, die deswegen aufgeben mussten... Und so weiter.

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