Wenn angeblich Freiheitliche plötzlich Kinder einschränken wollen...

Ich durfte mit der deutschen Sprache aufwachsen und kann darum nur erahnen wie schwierig es ist, diese Sprache als Fremdsprache erlernen zu dürfen. Nur schon dieser Aspekt spricht dafür, möglichst früh mit Schriftsprache zu beginnen. Heute liegt es in den Kindergärten auch in der Kompetenz der verantwortlichen Lehrperson, Mundart mit Schriftsprache zu kombinieren. Nun verlangt just die immer auf persönliche Freiheiten pochende SVP einen 100% Mundartzwang in den Kindergärten. Im Grunde eine Initiative, die weder die Welt noch der Kanton Luzern wirklich braucht. Überlassen wir doch die Gestaltung der Sprachentwicklung den wirklich kompetenten und dafür ausgebildeten Personen. Gerade für Kinder, die fremdländischer Herkunft sind, ist es wichtig, dass möglichst früh auch Schriftsprache zur Anwendung kommt. Schliesslich kommunizieren wir in wirklich wichtigen und offiziellen Angelegenheiten zumeist in Schriftsprache. Jene Sprache, die aufwachsende Kinder auch medial sehr breit und oft antreffen. Sprachen und Dialekte mittels Verordnungen und Gesetzen zu erhalten, ist sowieso kein nachhaltiger Lösungsansatz und ich haan au nid de Idruck, dass Mundart irgendwie gföhrdet isch, uszstärbe. Dorum unterstütz ich de Gägevorschlag und de gsundi Mönschverstand vo de Lehrpersone.

5 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Bildung»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production