Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?

Heute hat das Bundesgericht die Thurgauer Initiative «Gegen frauenfeindliche, rassistische und mörderische Lehrbücher» ungültig erklärt. Auf den ersten Blick bedauerte ich den Entscheid, denn wer will schon frauenfeindliche, rassistische und mörderische Lehrbücher den Schülern vorsetzen. Beim zweiten Blick habe ich dann bemerkt, dass das Initiativkomitee sich in der Begründung offensichtlich sehr einseitig auf den Islam gestürzt hat, so dass sich der tolerante Gutmensch in mir wieder heftig für einen Ausgleich eingesetzt hat.
Aber was wäre, wenn man wirklich nur den Titel der Initiative nehmen würde, und sich ein fairer Gesetzgeber um den ausgewogenen Geist des Anliegens kümmern würde? Ich frage mich dies vor allem auch, weil ich gestern den Kabarettisten Gunkl gesehen habe, der die ständige Toleranz durch Relativierung, die wir den religiösen Schriften entgegenbringen, knallhart kritisiert:

http://tvthek.orf.at/programs/1508161-Sommerkabarett
ab 47:20

Für mich stellt sich nun durchaus die Frage, ob man den extremen Inhalten der alten Schriften nicht entschieden entgegen treten müsste. Aber nicht nur denen im Koran.

Auf der anderen Seite wird man unseren Kindern wohl gar nicht vorenthalten können, woher wir kamen und wer wir heute sind. Und nicht selten gehören Tatsachen dazu, die man lieber verschweigen würde.

179 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.

37 weitere Kommentare
4 weitere Kommentare
3 weitere Kommentare
5 weitere Kommentare

Mehr zum Thema «Glaube»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production