Ausländer und der Dienst an der Allgemeinheit. Was sind denn genau die Wünsche und Erwartungen an die Ausländer?!

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/cvp-zemp-fordert-junge-auslaender-sollen-dienst-an-allgemeinheit-leisten-127102189

Lieber Herr Zemp,

Ich kann als Ausländer nicht mitbestimmen, wie meine Steuergelder eingesetzt werden.
Weil die Steuereinnahmen vom Staat vor allem für die Infrastruktur und Sicherheit ausgegeben werden, habe ich kein Problem damit, und habe volles Vertrauen in die Behörden.

Nun soll ich noch zum unentgeltlichem Dienst an der Allgemeinheit VERPFLICHTET werden, ohne jedoch dafür mit zusätzlichen Rechten in dieser zu erhalten?!
Und was heisst hier Allgemeinheit?
Die Gemeinde?
Der Staat (Kanton), oder der Bund?!

Ein gewisser freiwilliger Einsatz auf lokaler Ebene mag integrativ wirken, z.B. das Mitwirken in einem Verein, und das würde ich sehr gerne unterstützen.
Die Gemeinden könnten Ihre Bedürfnisse ja mitteilen, und die Bürger auffordern sich zu beteiligen. Und zum Teil wird das ja bereits erfolgreich gemacht.

Aber ein Pflichteinsatz für den Staat, ohne das Recht auf Mitbestimmung ist ein Affront und Zeichen von schwindenden Realitätsbezug in der Ausländerpolitik der CVP.
Einerseits sind die jungen Ausländer meistens gegenüber dem eigenem Staat zum Militär- oder Zivildienst verpflichtet.
Effektiv würde eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber dem Kanton/Bund eine Doppelbelastung und Benachteiligung bedeuten.

Anderseits scheint sich CVP hier nicht im Klaren, was sie von Ausländern eigentlich denken soll:

Sind Ausländer Gäste, die nur geduldet weil benötigt werden, sollen nur brav ihre Abgaben zahlen und sich möglichst unauffällig benehmen (die Auffassung welche ja bis in die Neunziger sooooo gut funktioniert hat), oder sind sie ein Teil der Gesellschaft welche sie über Kurz oder Lang auch gestalten sollen?

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