„Wer schägt beim CEO-Burn-out Alarm?“

Diesen Titel respektive die Frage habe ich aus einem Zeitungsartikel entnommen. So lange wir als Gesellschaft psychische Erkrankungen nach wie vor als Tabuthemen und Menschen, die öffentlich zu ihren Grenzen stehen, als Schwächlinge betrachten, schlägt niemand Alarm. Am allerwenigsten der Betroffene selber. Dies gilt aber nicht nur für den CEO. Die ganze Problematik fängt schon beim neudeutschen und inflationär gebrauchten Begriff Burn-out an. Oft wäre der Begriff Erschöpfungsdepression zutreffender, aber da sind wir eben wieder bei den psychischen Erkrankungen angelangt. Burn-out geht eher mit dem Bild eines Chrampfers, der bis zum Umfallen gearbeitet hat, einher. Dies mag teilweise auch zutreffen, doch macht es die ganze Angelegenheit besser, wenn jemand seine Grenzen nicht kennt oder permanent ignoriert? Definitiv die falsche Ansicht von Stärke. So lange wir in der Gesellschaft mit solch falschen Bildern und Vorurteilen operieren, schlägt niemand Alarm und zurück bleiben dann im schlimmsten Fall die Angehörigen und Freunde mit vielen unbeantworteten Fragen. Jeder Mensch hat Schwächen und Grenzen. Diese zu kennen und danach zu leben, ist meines Erachtens richtig stark und am Ende die beste Prävention, dass Menschen nicht permanent gegen Wände laufen.

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