«Mehr Transparenz!» fordern Simonetta Götz und Barack Putin

Sie tun, was Bosse regelmässig für den Mist ihrer Underdogs tun müssen: sich entschuldigen und Missverständnisse zurecht biegen:

Bei dem mit der Stadt Bremgarten von ihrem Bundesamt für Migration (BFM) ausgehandelten Rayonverbot für Asylsuchende für die Badi und andere „sensible Zonen“ (damit sind nicht etwas Bikini-Zonen, sondern etwa auch die Kirche gemeint) handle es sich um ein Missverständnis – so gestern Bundesrätin Simonetta Sommaruga - und eher um eine „organisatorische Massnahme“, die das Grundrecht auf freie Bewegung nicht einschränke. Ein Verstoss würde daher auch keine Sanktionen nach sich ziehen. Um Transparenz herzustellen, liess Sommaruga die umstrittene Vereinbarung am Freitag ins Internet stellen.

Jedenfalls kann man von Glück reden, dass Oprah Winfrey nicht in Bremgarten, sondern in Zürich shoppen ging, obwohl auch dort die Einkaufstour nicht von überragendem Erfolg gekrönt war.

Trudi Götz, mit ihrer Edel-Boutique „Trois Pommes“ die erfolgreichste Baslerin in Zürich, schuf diesbezüglich ihrerseits Transparenz im heutigen Blick. Sie gab denn unter anderem auch zu, dass sie eine Verkäuferin mit mangelhaften Englischkenntnissen auf Oprah Winfrey losgelassen hatte, die diese – o Graus – nicht erkannt hatte und dass es nur darum es zum Missverständnis über die 35'000 teure Kroko-Tasche (Tom Ford, Modell 'Jennifer') gekommen sei.

Im einem Zeitalter, wo etwa kaputte Jeans in teueren Läden verhökert und Glasperlen als Diamanten (Swarovsky) verramscht werden, ist es ja bekanntlich auch nicht ganz einfach Asylantinnen von Medien-Oligarchinnen zu unterscheiden. Vor allem, wenn diese sich auch noch farblich ähnlich sehen. Die Frage nach adäquaten Unterscheidungsmerkmalen ist deshalb dringend!

Selbstverständlich kann dies nicht mehr wie einst mit Abzeichen auf der Kleidung geschehen oder etwa gar wie bei den Kühen mit gelben Ohrmarken. Heute besitzt ja schon jeder Hund und jede gepflegte Katze einen subkutanen Chip, der sie problemlos durch die Katzentüre huschen lässt. Schon seit Jahren wird bekanntlich in den USA am RFID-Chip für Menschen gewerkelt, was in den Zeiten von Snowdens Offenbarungen über den amerikanischen Geheimdienst NSA natürlich neue Brisanz erhält. Und hätte Snowden einen biometrischen NSA-Chip getragen, wäre es vermutlich auch für Putins KGB schneller transparent geworden, dass es sich bei ihm um einen wertvollen Informanten handelt, und Snowden hätte nicht so lange auf Moskaus Flughafen rumhängen müssen.

US-Präsident Obama sagte denn auch gestern wörtlich: „Yes, we can and must be more transparent“. Bis aber die Transparenz und die dafür notwendigen Chips flächendeckend unter die Haut gekommen sind, dürfte noch ein bisschen Zeit ins Land fliessen. In der Zwischenzeit will darum Obama bei nächster Gelegenheit zusammen mit seinem Kumpel Putin in der Badi Bremgarten selber nach der Transparenz sehen und sich davon überzeugen, dass keine Missverständnisse mehr vorkommen. Sanktionen soll es aber keine geben.

Ein stimmungsvolles Bild findet sich wie immer auf www.ok-ko.ch

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