Identität beginnt bei uns selbst

Wieder einmal ist es soweit. Wir kommen zusammen, um gemeinsam den Tag der ursprünglichen Gründung der schweizerischen Eidgenossenschaft zu feiern. An dieser Stelle soll einmal mehr erwähnt sein, wem das Schweizer Volk den arbeitsfreien 1. August zu verdanken hat. Vor genau 20 Jahren wurde die von uns Schweizer Demokraten lancierte Volksinitiative für einen arbeitsfreien 1. August an der Urne mit dem höchsten jemals erzielten Ja-Anteil angenommen. Doch welche Bedeutung hat der 1. August heute? Wie wichtig ist dieser Tag wirklich? Es ist von existenzieller Bedeutung, einen solchen Tag zu haben, der uns gerade in diesem internationalen Zeitgeist an unsere gemeinsame Identität erinnert. Wie steht es jedoch wirklich um unsere Identität? An diese sollten wir nicht nur am Bundesfeiertag denken. Sie besteht nämlich nicht nur aus dem Hissen der Schweizer Flagge am heutigen Tag oder aus den zahlreichen Feuerwerkskörpern. Nein! Wir tragen unsere Identität jeden beliebigen Tag mit uns, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Identität heisst Existenz und Existenz heisst Leben. Identität heisst somit auch Nationalität, Sprache, Kultur, Sitten, Bräuche und Traditionen sowie auch Religion. Dies alles ist eingebettet in einer gemeinsamen Geschichte und bildet unser Fundament. Nun befinden wir uns in einer hektischen Zeit, ohne Kriege und Verwahrlosung, aber dennoch mit vielen Ereignissen, die uns als Volk immer stärker vor harte Proben stellt. Auch unser Land hat Verantwortungsträger. Diese werden durch jeden von uns gestützt und auch unterstützt. Die Stabilität eines Landes liegt hingegen niemals in der Politik sondern zuerst im Wesen seiner Gesellschaft, in den Werten und der Mentalität jeder einzelnen Person. Wir müssen also die schweizerische Identität vorleben, vertreten und vor allem durchsetzen. Tun wir das? Meistern wir diese tägliche Aufgabe? Teilweise ja, teilweise aber überhaupt nicht! Wenn uns die multikulturelle Gesellschaft oder der globale Wirtschaftsalltag das Schweizertum streitig macht, dann nur, weil wir es zulassen.

vorherrschender Materialismus

Die Schuld liegt bei uns und nicht einfach nur an der oft zitierten und kritisierten Politik. Der Schweizer frönt lieber dem materiellen Reichtum, dem schrankenlosen Opportunismus, der oberflächlichen Gleichgültigkeit oder dem übersteigerten Tolerantismus. Somit nehmen viele von uns die eigene Identität nicht mehr wahr. Gerade junge Leute betrachten die Schweiz als unwichtig, nur weil das Land klein ist und wie gesagt wird, dadurch sowieso keinen Einfluss mehr hat. Man ist also nichts, wenn man angeblich keine Macht hat. Die Jugend lässt heute oftmals jeglichen Idealismus vermissen. Gerade dieser brachte der gesamten Menschheit ihre Errungenschaften. Aber man will lieber heute säen und bereits gestern ernten. Dies lässt sich gut am Beispiel unserer Volksrechte erkennen. Man findet heute kaum mehr Personen, die Unterschriften für Initiativen und Referenden sammeln, ohne dafür bezahlt werden zu wollen. Diese Verökonomisierung der Volksrechte ist eine Schande und schädigt die Demokratie. Des Weiteren gibt es beispielsweise in der Telekommunikationsbranche Agenturen, die sogar schon 20-Jährige mit Monatslöhnen von Fr. 6'500.00 ködern. In diesem Alter kann soviel Geld eine negative Prägung hinterlassen. Haben dann die Leute, unabhängig vom Alter, ihr Geld, so werden sofort nebensächliche Modegüter gekauft. Es herrscht also nicht nur ein harter Wettbewerb für und um jeden Franken sondern auch um Präsentationssymbole. Dabei geht es nicht nur um den normalen systembedingten wirtschaftlichen Wettbewerb oder um den herrschenden Konsumwahn. Nein! Die Gesellschaft hetzt sich völlig unbewusst gegeneinander auf.

verlorener Gemeinschaftssinn

Da ist ein weiterer Punkt zu erwähnen: Ein Kollektivbewusstsein, ein Miteinander, kann bei den Schweizern kaum erkannt werden. Dies sind jedoch fehlende Werte, die am Elterntisch zu wenig vermittelt wurden. Eine hohe Scheidungsrate ist hierbei auch nicht gerade hilfreich. Die Kinder tun vieles alleine oder auf Distanz, was ein Zeichen der digitalisierten Welt ist. Viele Computerspiele macht man allein, kommuniziert wird über Plattformen, aber auch alleine. Mehr, schnellere und immer entferntere Kommunikation – sich treffen wird überflüssig und umständlich. Verstärkter Egoismus ist somit vorprogrammiert und perfektioniert auch den heutigen Individualisten, der keine gemeinsamen Werte braucht, um erfolgreich zu sein. Das Resultat ist Gleichgültigkeit. Für solche Leute ist die Schweiz vielleicht ein Stück Papier des Passes, kaum von Bedeutung, nichts wovon man profitieren könnte. Diese Leute bleiben bei Wahlen und Abstimmungen auch der Urne fern und sind noch beinahe stolz darauf. Somit ergeben schwache Ehen respektive Paare schwache Familien und letztlich, trotz angeblich zufriedenen Individuen, eine schwache Gesellschaft. Ist die Einzelperson auch einmal nicht zufrieden, bleibt die Hilfe plötzlich aus. Die Alternative heisst dann eventuell psychische Probleme oder sogar Drogen.

erfolgreiche Ausländer

Bei anderen Schweizern hat das Nationale wiederum aus logischen Gründen keine Existenz mehr, oder was noch schlimmer ist, keine Existenzberechtigung. Man ist ja angeblich wirtschaftlich betrachtet sowieso vom Ausland abhängig, kann ohne Ausländer nicht existieren. Und die Gesellschaft? In Sachen Multikultur spricht man immer von humanistischen Lehrkräften, die einem die Nationalität quasi verbieten. Wie immer liegt jedoch die Schuld nur bei uns. Auch hier versagt zuerst das Elternhaus, dann auch der passive und selbstunsichere Jugendliche und letztlich wiederum die schweizerische Gesellschaft. Und die Ausländer? Sie sind ein Beispiel dafür, wie gerade der coole Junge ein Patriot sein kann. Mit Stolz und angsteinflössender Überzeugung wird erwähnt, woher man kommt. Auf offensive Weise stecken starke und in sich geschlossene Gruppen von Migrantenkindern ihr Territorium ab. Selbstbewusst und frühreif beeindrucken Ausländer die Schweizer, welche bildlich betrachtet, fast auf die Knie fallen. Kommt es auf dem Pausenplatz zu Scharmützeln zwischen Ausländern und Schweizern, so verhalten sich diese, wie sie es gelernt haben. Der Individualist wird verprügelt. Verängstigt bleibt jeder auf Distanz, weil er weiss, dass die Mentalität solcher Ausländer eben offenbar eine andere sein muss. Es wird genügend erwähnt, dass Prügeln und Klauen normal ist, weil manche auch vom Krieg charakterlich geschädigt wurden. Hinterfragt trotzdem einmal ein Schweizer das Gebaren mancher Immigranten, so sind seine Mitschweizer zur Stelle. Sie tun dies, was sie am besten können und zwar mit grösstmöglichem Selbstvertrauen. Sie massregeln ihren Schweizer Landsmann, da er es sich erlaubt, dermassen rassistisch aufzutreten. Schweizer Bürger bekämpfen sich auf diese Weise gegenseitig. Die Schweizer Jugend erbringt wohl meistens die besseren schulischen Leistungen. Ihnen gehören, notabene als einzelne Individuen, die Klassenzimmer. Das Areal rund um die Schule ist jedoch Besitz der vereinigten Migranten. Später gehört dem erwachsenen Schweizer sicherlich noch der Wirtschaftsstandort, wobei dieser Kampf gegen hochqualifizierte Einwanderer aus den Nachbarländern auch zunehmend verloren geht. Aber wo bleibt das Fundament? Abseits der Arbeitsplätze befindet sich die Strasse, die unter anderem im Nachtleben in den Mittelpunkt rückt. Wem gehört die Strasse? Hier dirigieren Secondos und Terzos! Hier ist die Gemeinschaft stark, nicht die unsrige. In den Diskotheken sind Schweizer beinahe inexistent. Und ich getraue mir hier nun zu sagen, dass dies optisch offensichtlich erscheint. Gerade bei Männern sieht man kaum blonde Haare und blaue Augen – dies hat nichts mit arischem Faschistentum zu tun. Wenn dann die Türsteher noch Schwarzafrikaner sind, so weiss man auch, wie viel Macht die Schweizer über etliche Lokale haben. Vor einigen Tagen beobachtete ich schwarze Securities, die einem anderen Schwarzen den Eintritt verwehrten. Importierte Konflikte – jenseits der Einheimischen. Bei Ausländern, die hier geboren sind, reichen die erfolgsgekrönten Parallelgesellschaften auch schon bis in die Wirtschaftswelt. Die harmonierenden Grossgemeinschaften helfen sich finanziell gegenseitig aus, sodass Restaurants, insbesondere Pizzerien und Kebabstände, mit viel weniger Aufwand betrieben werden können. Personalaufwände bei Schweizer Gaststätten sind dadurch oft höher, sodass die hohen Mietzinse nicht selten zum Kollaps führen. Auch dominiert in vielen Krankenversicherungen die italienische und spanische Sprache.

patriotische schweizerische Minderheiten

Aber können sich die Schweizer Bürger aus dieser Zange des Internationalismus befreien? Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Globalisierung zerrt an unserer Unabhängigkeit. Zum andern besorgen uns Asylbewerber eine Menge Kriminalität. Das Ganze treibt den Ausländeranteil in exorbitante Höhen. Nehmen wir uns doch ein Beispiel an unserer eigenen rätoromanischen Minderheit. Wie Löwen verteidigen sie mit immensem Erfolg ihre verschiedenen Idiome. In den letzten Jahrzehnten nahm die Qualität der rätoromanischen Sprachen stark zu, sodass auch bei der Schriftsprache ein hohes Niveau herrscht. Für die Existenz ist dies zentral. Vor allem Sursilvan aus der Surselva und Valader aus dem Unterengadin sind besonders gefestigt. Auch das Jauer aus dem Val Müstair existiert noch. Nicht zu vergessen sind auch die Tessiner sowie die vier italienischsprachigen Täler Mesolcina, Calanca, Poschiavo und Bregaglia, welche zudem ihre Dialekte pflegen. Hingegen müssen die Deutschschweizer Acht geben, dass die Agglomerationen nicht vollends verghettoisiert werden. Den Westschweizern muss ich leider ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Französisch klingende Nachnamen sind in den Kantonen Genf und Waadt immer seltener. Ein Musterbeispiel ist die Stadt Montreux. Dort sorgen reiche Ausländer mit Zweitwohnungen, hiesige Migranten sowie Touristen für ein exotisches völlig identitätsloses Bild. Stellvertretend erwähne ich die mangelhafte Situation der Westschweizer Fussballclubs. Es ist die Folge von niedrigen Zuschauerzahlen. Gemeinsame Ideale, auch wenn es nur ein Fussballclub ist, werden einfach fallengelassen.

Kultur und Traditionen aufleben lassen

Wie forcieren wir aktiv das Schweizertum? Die schweizerische Identität basiert seit jeher auf dem Föderalismus. Das entsprechende Selbstverständnis beginnt also in den Gemeinden. Neben den natürlichen Familien sind dabei die Vereine sehr wichtig. Ich rufe insbesondere alle jungen Schweizer dazu auf, sich dort zu engagieren. Wie aktiv man dabei ist, erscheint eher sekundär. Aber Mitglied sollte man sein. Noch heute haben die meisten Gemeinden Turnvereine. Typisches Turnen wie Reck oder sich schwingen an Ringen ist nicht unbedingt nötig. Vielmehr geht es um Spiel und Sport aller Art, aber vor allem um Geselligkeit und Kameradschaft. Viel Brauchtum und Traditionen findet man auch bei zahlreichen Musik- oder Schützengesellschaften. Musik fördert sehr stark das Kollektiv. Kürzlich hörte ich, dass es für die Jugend aus Estland, dem kleinen dünn besiedelten baltischen Staat mit 1,3 Millionen Einwohnern, selbstverständlich ist, sich in solchen Vereinen zu betätigen. Tun wir es gleich! Es ist unsere Pflicht, das Vereinsleben in den Städten vor dem Aussterben zu bewahren. Die Multikultur verschlingt dort fast alles. Nicht zuletzt, weil viele Migranten ihrerseits kulturelle Institutionen aufbauen und somit Parallelgesellschaften noch mehr zementieren. Vergessen wir auch nicht die Religion. In unserer Gegenwart soll sie ein spürbarer Begleiter sein und das Konstrukt der Werte helfend ergänzen. Die Kirche hatte immer schon einen verbindenden Charakter im Volk. Sie ist auch ein Teil unserer föderalen Gesamtorganisation. Helfen wir in den Gemeinden der Landeskirchen mit und lassen sie nicht im Stich, indem wir konfessionslos werden oder anderweitig konvertieren. Ansonsten schaffen wir Raum für staatsgefährdenden Fundamentalismus, hauptsächlich für den aggressiven Islam mit seinem oft sichtbaren verfassungswidrigen Kulturgut. Besuchen wir auch traditionelle heimatliche Veranstaltungen. Vor einer Woche durfte ich an einem Schwingfest miterleben, wie gemischt dieses Publikum wirklich ist, nicht nur Männer und Frauen in Trachten, auch wenn diese natürlich wichtig sind. Es hatte viele junge Leute. Eine Art Schweizer Jugend in Reinform, es gibt sie noch.

mehr Zusammenhalt in Wirtschaft und Gesellschaft

Letztlich ist es jedoch zentral, dass wir uns als Gesellschaft wieder finden. Familien sollten sich wieder mehr Zeit nehmen und die Erziehung nicht nur quasi aus der Ferne durchführen. Dieser Zusammenhalt fördert auch das Vertrauen und die persönliche Stabilität. Um die hiesigen regionalen Dialekte zu festigen, sollte im Kindergarten, siehe auch eine SD-Initiative im Kanton Aargau, Mundart gesprochen werden. In der Volksschule sollte die Staatskunde verstärkt gewichtet werden. Der Text der Schweizer Nationalhymne ist zu lernen. Dazu braucht es die Lehrer nicht unbedingt. Junge Generationen müssen zudem verstärkt an die Urne gebracht werden oder sich auch aktiv an der Politik betätigen. Des Weiteren dürften Schweizer Bürger mehr sichtbar „Flagge zeigen“ und diese auch aufhängen. Bei Schrebergärten kann man jeweils die halbe Welt besichtigen. Im sonst sehr toleranten Dänemark sind übrigens fremdländische Flaggen gesetzlich verboten. Wie sieht es bei der Wirtschaft aus? Kauft wenn möglich bei kleineren Schweizer Unternehmungen ein. Diese Firmen garantieren den wahren Wohlstand und die Wohlfahrt und bilden die Existenz der Schweizer Volkswirtschaft. Dieses Geld wird vor Ort weiterinvestiert und sichert lokale Arbeitsplätze. Wir schützen uns auch vor Outsourcing. Mit der Swissness-Vorlage haben die Räte beschlossen, dass Schweizer Produkte zu 60% mit hiesigen Materialien hergestellt werden müssen. Machen wir uns Mut mit solch positiven Bestrebungen. Patriotismus ist doch erkennbar. Vielerorts ist zu beobachten, wie sich Schweizer mit ihren Sportidolen auseinandersetzen. Mit kommunalen Mannschaften, aber auch mit den Nationalmannschaften schafft man spürbare Identität. Gemeinsam sind wir stark und führen die Geschichte der Willensnation weiter. Jeder Einzelne hat das Schicksal jedoch selbst in der Hand, denn Veränderung geschieht primär direkt über unser Verhalten und nicht über die Politik. Packen wir es an!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen 1. August und bedanke mich für Euer Erscheinen.

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