Beschimmelter Alpziger!

Gesetzlich festgeschriebenes und praktisch Machbares, dass sind zwei Paar Schuhe. Aufgrund dessen trifft es zu, dass die Lebensmittelkontrolle bei ihrer Pflichterfüllung das Käsen und Zigern auf Alpbetrieben der Spezialbestellungen wegen verbieten will.

Hier muss ein Missverständnis vorliegen, dass einer Klarstellung bedarf: Wenn Kunden beim Alpsenn beschimmelter Alpziger bestellen, ist das eine Spezialität. Das die Alpsennen durch die Behörde angehalten werden diesen nach alter Vätersitte, mit Mehraufwand erstellten Alpziger zu entsorgen zeigt auf, dass die Kontrolleure auf unseren Alpen ihr Handwerk nicht restlos verstehen und zu ihrer Schnellbleiche zum Sachverstand dringend etwas dazulernen müssen.

Wie beschimmelter Alpziger gegessen, konsumiert und gekostet wird, bleibt den Courmekennern vorbehalten.
Den Lebensmitteler würde es mit Sicherheit gut anstehen bei der Sichtkontrolle am richtigen Ort zu richtigen Zeit ein Auge zu zudrücken, denn manchmal ist weniger mehr! Was in früheren Zeiten gut war, ist in der heutigen Zeit zur Delikatesse geworden und diese einem Alpkeller absprechen zu wollen widerspricht jeglichem Sachverstand und Unkenntnis einer Alpspezialität.

Schon immer ist es so gewesen, wenn die Tatsache den Sachverhalt bestätigt. Zuerst kommt das Wollen, dann das Können und nach obsiegter Vernunft, das Gesetz. Dies die Richtigstellung zum Handwerk auf unseren Alpkäs- und Zigerkellern unter schwersten hygienischen Bedingungen.

Alpleute -, ihr seid von gutem Ruf und mit viel Respekt geachtet, macht nur weiter so! Der Lebensmittelkontrolle gengeüber voller Respekt, aber dennoch das nötige Verständnis für Althergebrachtes, Gutes. Auch gelblicher Speck ist kein Dreck!

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