Die deutsche Politiker-Kaste kritisiert den Ablauf unserer parlamentarischen Entscheide als zu langsam - ? So läuft ein Entscheid im deutschen Bundestag ab:

Rhoenblicks Kommentar:
Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ist das die übliche Praxis:
Abstimmung am späten Abend, wenn niemand zuschaut - auch kein Fernsehen - bei minimalster Beteiligung der Abgeordneten des deutschen Bundestages. Der Deutsche Bundestag zählt in der Legislaturperiode 2009 bis 2013 620 Mitglieder.
Wozu wählt die deutsche Wahlbergerin, der deutsche Wahlbürger die Abgeordneten des Deutschen Bundestages? Damit sie arbeiten, präsent sind.*

F.A.Z. vom 29.06.2013; jja. BERLIN, 28. Juni.
Link: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/verguetung-der-deckel-fuer-managergehaelter-wackelt-12264079.html

Artikel:

„Der Deckel für Managergehälter wackelt“

Aktionäre bekommen das letzte Wort über die Vergütung ihrer Vorstände. Das hat der Bundestag beschlossen. Eine Zitterpartie für die Koalition: Der Bundesrat könnte das Gesetz so lange verzögern, dass es wegen der Neuwahlen nicht mehr in Kraft tritt.

Zum Schluss ging es kurz und schmerzlos:
1. Um 23.35 Uhr ließ Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) am Donnerstagabend die rund 30 Abgeordneten, die in den vordersten Reihen des Plenarsaals zusammengerückt waren, über die „Aktienrechtsnovelle 2012" abstimmen.
2. Die Redebeiträge wurden nur zu Protokoll gegeben;
3. die zweite Lesung erfolgte per Handaufheben,
4. die dritte durch Aufstehen.
5. Nach nicht einmal einer halben Minute war der Gesetzesantrag der Regierungskoalition angenommen.
6. Und genauso schnell fegte die Mehrheit der Volksvertreter die Gegenvorschläge der Opposition vom Tisch.
Kern des Gesetzespakets, über das CDU/CSU und FDP zwei Jahre lang miteinander rangen, ist ein Punkt, der erst auf der Zielgeraden hineinkam - der Versuch, den Anstieg der Vorstandsgehälter zu bremsen. Die jährliche Hauptversammlung erhält das letzte Wort über das Vergütungssystem; der Aufsichtsrat kann den Anteilseignern nur noch Vorschläge unterbreiten. Bisher waren deren Voten nur unverbindlich. Auch muss das Kontrollorgan konkrete Höchstgrenzen nennen.
Der Eigentümer könne kein Interesse daran haben, so das Kalkül der Regierungsparteien, „dass die Organe sich zu Lasten der Liquidität selbst bedienen". Anstoß für die Initiative war der Volksentscheid in der Schweiz gegen die „Abzocke" durch Manager.
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