Aufruf zum aktiven und gewaltfreien, gemeinsamen Widerstand

Die Menschheit steht am Scheideweg. Noch nie in unserer Geschichte waren wir so nah daran, die Welt umfassend zu verändern. Noch nie war die Chance so zum Greifen nah, unser Leben nach unseren Vorstellungen gestalten zu können. Wir sind wach, hellwach. Wir blicken in die Welt mit offenen Augen und hinterfragen je länger je mehr, was uns tagtäglich aufgetischt wird.

Wir wollen uns nicht mehr manipulieren lassen!

Wir haben genug davon, jeden Tag einem Traum hinterherzurennen. Ein Traum von einem schönen Leben ohne Sorgen. Ein Traum, der uns ständig vor Augen gehalten wird. Wir, hier, in der wunderschönen Schweiz. So völlig ohne Sorgen. Mit unserem Geld. Unseren Besitztümern. Unseren Handys und Autos, Internetanschluss und Flachbildschirmen. Uns geht es doch gut. Oder nicht? Wir haben alles was wir brauchen, können uns als das reichste Volk des Planeten betrachten. Zumindest was Geld angeht.

Aber was ist mit all den anderen?

Haben wir kein Problem damit, zuzusehen, wie rundherum alles den Bach runter geht?

Ist es uns egal, auf diesem winzig kleinen Thron zu sitzen, mitten im krisengeschüttelten Europa und jeden Tag zu hören und zu sehen, wie überall alles einstürzt?

Und dabei wissen wir alle im Grunde, dass die Informationen, die wir erhalten, wahrscheinlich gar nicht stimmen. Womöglich ist alles noch viel schlimmer.

Die Uhr steht auf kurz vor zwölf!

Die Krise wird auch zu uns kommen. Oh ja, das wird sie. Alles wird teurer, immer mehr Menschen werden ärmer, wir können uns bald nicht mehr leisten wozu wir gerade Lust haben. Die Mittelschicht rutscht immer weiter in die Unterschicht ab. Wir werden es kaum merken. Teurere Bahnbillete, teurere Krankenkassen, teureres Benzin, teurere Lebensmittel. Und sind wir erst dem Konsumwahn entkommen, können wir erkennen, wozu man uns jahrelang gedrängt hat. Wir werden gezwungen, ein System am Leben zu erhalten, das nie und nimmer funktionieren kann. Aber die Mächtigen dieser Welt setzen alles daran, uns im Hamsterrad zu halten. WIR finanzieren den kollektiven Untergang.

Und doch wird weiter ausgebeutet. Die Völker dieser Erde schreien nach Erlösung. Der Planet Erde ächzt unter unserer Last. Vielerorts gehen die Menschen auf die Strasse. Sie haben genug davon, dass stumpfsinnige Krawattenträger sie immer weiter an den Abgrund drängen.

Wir hören viel davon in den Medien. Viele von uns denken, dass sowas bei uns nicht möglich ist. Schliesslich haben wir Banken und kompetente Politiker. Die werden es schon richten. Die werden verhindern, dass der Flächenbrand auch zu uns kommt.

Aber nein. Es ist nur eine Frage der Zeit bis wir auch hier zu Tausenden auf die Strasse gehen, weil wir nicht mehr überleben können. Überall kollabieren die seit Jahren knarrenden Zahnräder dieser gewaltigen Maschinerie aus Ausbeutung, Übernutzung, Verdrängung, Manipulation, Korruption.

Es kann und wird nicht so weiter gehen!

Seit dem Vorfall auf dem Messeplatz in Basel wissen wir, dass wir auch hier nicht einfach auf die Strasse gehen können, um unsere Meinung zu sagen. Das war ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Nämlich dann, wenn das globale Finanzsystem auch aus uns die letzten Tropfen Lebensfreude ausgequetscht hat.

Es ist an der Zeit zu handeln!

Jetzt. Nicht morgen. Morgen sind wir alle Gefangene unseres selbst gebauten Gefängnisses. Es wird nicht einfach sein. Wir sehen uns einem unglaublich mächtigen Gegner gegenüber. Aber wir haben einen grossen Vorteil: WIR sind die 99%. WIR sind diejenigen, auf die es schlussendlich ankommt.

WIR haben die Möglichkeit, die Welt zu verändern!

Lasst es uns gemeinsam anpacken! Lasst uns auf die Strasse gehen, um der Welt Solidarität zu zeigen. Um zu zeigen, dass wir mit allen Menschen mitfühlen, in deren Herzen die Frage brennt, wie lange es noch so weitergehen soll. Denn es ist uns nicht egal, was mit Spanien passiert, was mit Griechenland passiert, was in der Türkei geschieht. Denn wir sind alle eins [..., obschon auch gleichzeitig individuell einzigartig und verschieden. (Anm. d. Redaktion)]. Wir sind verbunden durch unsere Liebe, unseren gegenseitigen Respekt, unsere Fürsorge, unsere Lebensfreude, unsere Menschlichkeit.

Wenn unser Land am 1. August seinen Nationalfeiertag zelebriert, wollen wir uns versammeln. Und zwar nicht so, dass man uns jederzeit wegtransportieren, wegspritzen oder weggasen kann. Wir müssen das Ziel hoch stecken.

Eine Million Menschen auf dem Bundesplatz!

Dauer der Kundgebung: Solange wie nötig!

Spread the word!!! (Verbreitet das Wort)


Herzlichen Dank an Bill (Pseudonym in Anlehnung an Bill Hicks)!

Grossflächige Verbreitung dieses Artikels – egal über welche Kanäle – ist in unveränderter Form und unter Angabe der Quelle
(http://dudeweblog.wordpress.com/2013/06/29/aufruf-zum-aktiven-und-gewaltfreien-gemeinsamen-widerstand/) erwünscht!

Ps. Die Redaktion fügt noch an, dass Demonstrationen allein – angesichts der Umstände – wahrscheinlich nicht mehr ausreichen. Es braucht unserer Ansicht nach zudem auch den unbedingten Willen mitzumachen, beim nicht mehr mitmachen. Der Tanz ums goldene Kalb muss enden, sonst wird sich nie was verändern!

QUELLE: http://dudeweblog.wordpress.com/2013/06/29/aufruf-zum-aktiven-und-gewaltfreien-gemeinsamen-widerstand/

Beim Orginalartikel der Quelle findet man noch weitere Informationen im Bezug zum erwähnten "Vorfall am Messeplatz in Basel", insbesondere einen sehr lesenswerten Artikel (mit Video) von der "Tageswoche" und weiter Querverweise auf Hintergrundinformationen.

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