Die Znüni-Pfeifen aus dem Nationalrat

Als letzthin das Schweizer Volk die SVP-Initiative zur Volkswahl des Bundesrates ablehnte und die Wahl weiterhin dem Parlament überliess, war das auch eine Art Kompliment und fast ein Vertrauensbeweis für die Parlamentarier. Man sagte sich sozusagen: «Die machen das schon richtig – mehr oder weniger – andere wären auch nichts wert.» Zumindest sagte sich das die 76%-ige Mehrheit der Stimmenden. Und nur die 24 Prozent , die die Initiative der SVP-Initiative guthiessen – wahrscheinlich alles SVPler -, waren offenbar der Meinung, das man den Parlamentarierinnen überhaupt nicht trauen könne. Und einmal mehr sollten sie recht behalten, man darf den Parlamentariern nicht vertrauen!

Das Pflichtgefühl gewisser Parlamentarier lässt nämlich wahrlich zu wünschen übrig! Und das bei einem Jahresgehalt von etwa 140’000 Franken für diesen Teilzeiteinsatz. Und ausgerechnet bei der SVP liegt der Arbeitseifer arg im Argen. Ihre Parlamentarier glänzen noch weit mehr mit Abwesenheit als die lebensfrohen Roten und Grünen! Laut SVP-Primera Yvette Estermann sollte deshalb die mangelnde Anwesenheitsdisziplin ihrer Kollegen noch in der Sommersession behandelt werden. Jedoch kam es anders: Fraktionschef Adrian Amstutz ist abwesend!

Gut, man muss es sagen, der schöne Adrian kann nicht viel dafür, er ist nämlich beim Mountain-Biken bös auf die Nase gefallen, Wir gehen mal davon aus, dass der Unfall in seiner Freizeit passierte und wünschen ihm deshalb trotz allem gute Genesung. Vielleicht könnte ein Dreirad helfen.

Ebenfalls bös ihre Nase traktiert haben sich gestern seine anwesenden Nationalratskollegen. Ausgerechnet als es um das Kernthema der SVP ging: der Bekämpfung von nigerianischen Drogendealern. Bei ihrem gemütlichen Puure-Zmorge in der Cafeteria des Bundeshauses verpassten Andreas Aebi Roland Borer Toni Bortoluzzi, Hans Egloff, Ulrich Giezendanner Rudolf Joder, Felix Müri, Jean-François Rime, Albert Rösti und Erich von Siebenthal doch tatsächlich die Abstimmung gegen die nigerianische Drogenmafia! Ja sogar Parteipräsident Toni Brunner war unter den Saumseligen!

Offenbar fällt es den Herren schwer, am Morgen schon Traktandenlisten und Zeitpläne zu verstehen. Fette Gipfeli und süsser Milchkaffe sind für diese Mannen ganz offenbar nicht das Richtige. Es macht sie schlapp und träge! Gescheiter hätten sie sich ein bisschen «Goggi» der Nigerianer in die Nase gepfiffen, das hätte sie wach gerüttelt und pünktlich zur Arbeit gebracht!

Das aktuelle Bild zu dieser Abstimmunspanne und mehr kritische Analyse wie immer auf www.ok-ko.ch

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