IV Revision 6b. Reintegrierung der Behinderten an einen Arbeitsplatz funktioniert nur, wenn diese Arbeitsplätze auch zur Verfügung gestellt werden.

Die GLP unterstützte den Antrag Lohr eine volle Rente bei 70% Invalidität wie bisher zu gewähren und nicht, wie vom Bundesrat neu vorgesehen bei 80%. Weshalb? Weil für Invalide keine Arbeitsplätze für ein 30% Pensum zur Verfügung gestellt werden. Es will sie nämlich niemand. So habe ich bei der SBB, PTT und Swisscom, den drei grossen Betrieben, die dem Bund nahe stehen, einen Brief geschrieben und ihnen folgende Fragen gestellt: Wie viele Arbeitsplätze zu 30 Stellenprozent kann die Swisscom, Post und SBB den behinderten Menschen zur Verfügung stellen?

Die drei Betriebe beschäftigen über 100 000 Angestellte. Sie sind wohl bemüht die Menschen, die während dem Arbeitsprozess behindert werden, einen entsprechenden Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Die Post beschäftigt 2,4% Menschen mit Behinderungen, was gelobt werden muss. Sie ist auch der einzige Betrieb, der bereit ist 20 Stellen für Behinderte, die von aussen kommen, zur Verfügung zu stellen. Wohin schicken wir die restliche 12 000? Es ist doch sinnlos die Behinderten in die Ergänzungsleistungen und Sozialfürsorge abzuschieben, nur, um einige Monate früher die IV-Schulden der AHV zurück zu bezahlen.

Viele fragen sich, weshalb die finanzielle Erholung der IV so schnell vorwärts geht. Gerne kläre ich auf. Die Medizinischen-Abklärungsstellen haben vor 10 Jahren den Auftrag erhalten unsere Wirtschaft zu sanieren, Menschen, die hinderlich waren, wurden mit eine IV-Rente in den Ruhestand geschickt. Nach dem Schuldenloch der IV haben die „unabhängigen“ Abklärungsstellen den Auftrag erhalten mit der Rentenvergabe restriktiv umzugehen. Das haben die Medizinischen-Abklärungsstellen wahrgenommen und viele Renten gekürzt oder nicht vergeben. Diese unabhängigen Abklärungsstellen arbeiten bis zu 85% für die IV und möchten ihren Brotgeber nicht verlieren, der ausgezeichnet bezahlt. Für ein einfaches Gutachten kann Fr. 9000.- für ein kompliziertes bis Fr. 16 000.- verlangt werden. Eine Gutachterstelle in Zürich hat es laut Tagesanzeiger auf 500 Gutachten pro Jahr gebracht. Das sind richtige Geldmaschinen, die ihre Einkünfte nicht so einfach aufs Spiel setzen und den Auftrag der IV wahrnehmen wollen.

Wir Politiker haben es gar nicht nötig eine Korrektur vorzunehmen. Diese wurden bereits eingeleitet und deshalb wollen wir unsere schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht im Stich lassen!

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